Archive of ‘Taschenbuch’ category

Agent Pendergast und die Diogenes-Trilogie von Preston & Child

Die  »FBI Special Agent Aloysius Pendergast Reihe«

Die  »FBI Special Agent Aloysius Pendergast Reihe« ist eine mehr als zwei Jahrzehnte umspannende Thriller-Reihe des Autorenduos: Douglas Preston und Lincoln Child. Angefangen mit dem Band »Relic«, welches 1994 erschienen ist, beginnt ein spannender, mysteriöser und abenteuerlicher Zyklus von Thrillern, deren Protagonist, der etwas skurrile, extravagante und undurchsichtige FBI Special Agent Aloysius Pendergast ist. In mittlerweile 15 Thrillern, ermittelt Pendergast in den mysteriösesten und geheimnisvollen Fällen und begegnet stets schlauen und gemeingefährlichen Gegnern.

»Relic« – ein großartiger Auftakt

Ich habe bisher sechs der 15 Bücher gelesen, wobei »Relic«, der erste Band, für mich immer noch der Beste ist. Schauplatz von »Relic« ist das naturhistorische Museum in New York City, in dem eine Serie von grausamen Morden geschieht. Zeitgleich wird eine der größten Ausstellungen des Museums eröffnet, welche sich um einen brasilianischen Monstergott dreht. Ist das Museum verflucht? Ist es ein Serienkiller? Spielt das Monster gar eine Rolle? Ein super spannender, mysteriöser Thriller mit einem außergewöhnlichen Ermittler, der außergewöhnliche Wege geht, um den Bösewicht oder das böse Monster zur Strecke zu bringen.

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(Cover: Droemer Knaur Verlagsgruppe)

Diogenes-Trilogie

Innerhalb der Pendergast-Reihe bilden Band 5 – 7 eine in sich abgeschlossene Trilogie: Die Diogenes Trilogie. Diogenes Pendergast ist der, verschollen oder verstorben geglaubte, Bruder des Agenten Aloysius Pendergast, der nun wieder auf der Bildfläche erscheint und einen düsteren Plan in die Tat umsetzt, dessen Ziel noch im Dunkeln liegt. Ich habe bisher »Burn Case« und »Dark secret« gelesen und bin gespannt auf den dritten Teil: »Maniac«.

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(Cover: Droemer Knaur Verlagsgruppe)

Teil 1: Burn Case. Geruch des Teufels (2004)

Geruch des Teufels

Ist der Teufel in die Welt zurückgekehrt, um Sünder zu richten? Eine Sekte schürt die Panik der Menschen, als kurz hintereinander zwei verbrannte Leichen gefunden werden – und prophezeit, dass als Nächstes das moderne Sodom in Flammen aufgehen wird: New York City!
FBI Special Agent Aloysius Pendergast hat eine Menge Erfahrung mit bizarren Mordfällen – und glaubt nicht, dass das Jüngste Gericht kurz bevorsteht. Stattdessen folgt er ganz irdischen Spuren. Sie führen ihn in die Vergangenheit der Opfer und nach Italien. Sind die rituellen Morde nur Ablenkungsmanöver?

(Quelle: Droemer Knaur Verlagsgruppe →)

Teil 2: Dark Secret. Mörderische Jagd (2005)

Mörderische Jagd

Ein gnadenloser Mörder sucht sich ein Opfer nach dem anderen. Ihre Gemeinsamkeit: Sie waren Freunde des verschollenen Special Agent Pendergast. Doch wer könnte ein Interesse daran haben, sie auszuschalten? Detective D’Agosta beginnt unter Hochdruck zu ermitteln. Er weiß, dass auch er und seine Frau im Visier des Killers stehen. Unerwartete Hilfe bekommt D’Agosta von niemand anderem als Pendergast selbst. Dieser hat sein Verschwinden nur vorgetäuscht, um unbemerkt nach seinem größten Feind suchen zu können: seinem Bruder Diogenes, den er für den Mörder hält. Das FBI verfolgt allerdings eine andere Theorie. Ist es möglich, dass Pendergast sich Diogenes nur einbildet – und selbst ein eiskalter Killer ist?

(Quelle: Droemer Knaur Verlagsgruppe →)

Teil 3: Maniac. Fluch der Vergangenheit (2006)

Fluch der Vergangenheit

»Die Binden waren vom Gesicht der Mumie gerissen worden, der Mund mit den schwarzen Lippen stand offen, ein stummer Protestschrei angesichts dieser Schändung.
In der Brust der Mumie klaffte ein großes Loch …«

In einem Kellergewölbe des New York Museum of Natural History ruht ein besonderer Schatz: das Grabmal des Senef aus dem Tal der Könige. Nun soll es wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – doch schon bei den Restaurierungsarbeiten gibt es einen Toten. Ist er das erste Opfer eines uralten Fluchs? Special Agent Aloysius Pendergast hat einen anderen Verdacht – und verfolgt die Spur eines Wahnsinnigen, den
er besser kennt als jeder andere.

(Quelle: Droemer Knaur Verlagsgruppe →)

Aloysius Pendergast

Aloysius Pendergast ist Special Agent beim FBI und bekannt für seine extravagante Art und seine skurrilen Methoden, wenn es um die Aufklärung von merkwürdigen Verbrechen geht. Er ist kein einfacher Bundesbeamter, sondern pflegt immer dann auf der Bildfläche zu erscheinen, wenn scheinbar Übernatürliches am Werke ist. Ob Museumsmorde, bei denen ein Monster sein Unwesen getrieben hat oder die Chirurgenmorde bei denen ein Elixier für ewiges Leben im Spiel war. Pendergast ist kühl und berechnend, er scheint fast unnahbar und furchtbar klug. Dank seiner Familie hat er große Geldmittel zu Verfügung, die er auch gerne in die Aufklärung seiner Fälle investiert. Er ist ein loyaler Freund, auch wenn er auftaucht und verschwindet, wie es ihm passt und das Meiste für sich behält.

Der Gegener: Diogenes Pendergast

Diogenes, Aloysius jüngerer Bruder, ist wirklich ein übler Bursche. Genauso klug und selbstbewusst wie Aloysius, verkörpert er die dunkle Seite der Geschwister. Als Kind schon war er böse und psychopathisch. Er hat sich von der Familie abgewandt. Nach Jahren des verschwunden seins, taucht er nun wieder auf, um seine Pläne in die Tat umzusetzen und möglicherweise Rache zu nehmen an seinem Bruder Aloysius, es bleibt abzuwarten, wohin dieser Plan zielt und welche Rolle Aloysius in ihm spielt.

Fazit

Die Pendergast Reihe ist auf jeden Fall einer meiner Lieblings-Thriller-Reihen. »Burn Case« war etwas weniger spannend, aber »Dark Secret« macht alles wieder Wett, Pendergast ist zurück und raffiniert wie immer, und doch enthüllt »Dark Secret« auch eine ganze andere, vielleicht menschlichere Seite an ihm. Eine Spannende Jagd in gewohnter Preston & Child Qualität: mitreißend, fesselnd, komplex.

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

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Rezension: »Geschwärzt« von Antonia Fennek

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Als der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning wegen einer schweren Sexualstraftat in den Maßregelvollzug eingeliefert wird, bekommt die Ärztin Regina Bogner bald Zweifel: Ist der junge Mann tatsächlich zu einer grausamen Tat fähig? Immer wieder beteuert Bräuning seine Unschuld, doch die Beweise sprechen gegen ihn. Ausgerechnet Reginas Tochter Anabel wird zu seiner einzigen Fürsprecherin – und verstrickt sich ohne Reginas Wissen immer mehr in der Grauzone zwischen Recht, Gesetz und Selbstjustiz …

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Egmont Lyx Verlag)

Inhalt

Regina ist Ärztin im Maßregelvollzug Hamburg. Vor einer Weile wurde ihre Tochter von einem ihrer Patienten, einem psychisch kranken Mörder, entführt und ihr Freund gefoltert. Nach diesem Schock bringt Anabel kein Verständnis mehr für die Arbeit ihrer Mutter auf. Regina schlägt vor, dass Anabel ein Praktikum bei ihr macht, damit sie Regina besser verstehen kann und um die Angst vor ihrer Arbeit zu verlieren. Im Maßregelvollzug trifft Anabel auf Peter Bräuning, der grade erst wegen Kindesmissbrauch verurteilt und wegen psychologischen Gründen in den Maßregelvollzug überstellt wurde. Peter leugnet seit seiner Festnahme, dass er das Verbrechen, dem er bezichtigt wird, begangen hat. Er ist von seiner Unschuld überzeugt, doch kann das wirklich die Wahrheit sein? Haben Justiz und Gerechtigkeit verloren und einen Unschuldigen eingesperrt oder spielt Peter Bräuning ein ganz besonders perfides, abartiges Spiel, um aus der Haft entlassen zu werden? Als Anabel Peter im Maßregelvollzug kennenlernt, steht für sie fest: Peter ist unschuldig, aber wie kann es weiter gehen?

Meine Meinung

»Geschwärzt« ist nach »Schwarzweiß« der zweite Band um Regina und ihrer Tochter Anabel. Ich habe »Geschwärzt« gelesen ohne vorher »Schwarzweiß« zu kennen. Es wurde sehr oft auf »Schwarzweiß« angespielt und Bezug genommen, jedoch denke ich, man kann »Geschwärzt« auch sehr gut lesen ohne den ersten Teil zu kennen.

Gedankenexperiment

»Geschwärzt« liegt ein wirklich spannendes Gedankenexperiment zu Grunde: Kann es sein, dass jemand hierzulande unschuldig verurteilt und eingesperrt wird? Und wenn ja, was hat dieser Jemand dann überhaupt noch für Chancen gegen dieses Urteil anzugehen?

Ausweg aus der professionellen Distanz

Regina arbeitet im Maßregelvollzug Hamburg. Für sie und ihre Kollegen ist klar: die Patienten die dort ankommen sind schuldige, verurteilte Täter, alles andere ist gelogen, es wird kein Gedanke daran verschwendet, ob ein Patient möglicherweise die Wahrheit sagt, die professionelle Distanz will gewahrt sein! Ihr Job ist es, die Patienten zu therapieren, nicht über Schuld und Unschuld zu richten. Reginas Arbeit und die Abläufe im Maßregelvollzug wurden sehr glaubhaft und authentisch beschrieben. Reginas Grundsatz und die der anderen Kollegen, einem Patienten nicht zu viel zu glauben ist absolut nachvollziehbar. Die Distanz zu bewahren ist sicherlich ratsam und wichtig. Leichtgläubigkeit ist  in einer solchen Umgebung nicht angebracht. Umso spannender ist die Frage, was geschieht, wenn jemand unschuldig einsitzt. Wenn jedes Wort, das du sagst als Auswirkung deiner psychischen Erkrankung gesehen wird, dann bleibt nicht mehr viel, was du machen kannst. Verzweiflung ist vorprogrammiert.

Charakterstärke vs. Manipulation

Im Mittelpunkt des Buches stehen Anabel, Regina und vor allem auch Peter Bräuning. Ich war im Geiste wirklich hin- und hergerissen, ob Peter die Wahrheit sagt und unschuldig ist oder ob die Autorin mich hinters Licht führt. Bis zum Ende kann man nicht eindeutig festlegen, ob Peter unschuldig ist oder ein sehr geschickter Psychopath, der es  perfekt beherrscht seine Mitmenschen zu manipulieren. Dieser Konflikt hat das Buch sehr spannend gemacht, weil hinter jeder Ecke die Wendung lauern konnte. Das Problem das sich mir gestellt hat ist ja auch:  Kinderschändung ist eins der abscheulichsten Verbrechen, die ein Mensch begehen kann, kann man wirklich das Risiko eingehen, so jemandem Vertrauen zu schenken? Auf der anderen Seite: hat man den Falschen erwischt, ist dort draußen immer noch ein Verbrecher auf freiem Fuß, der Unheil verbreiten kann.

Anabel ist mutig und folgt ihrem Herzen, das unbedingt nach Gerechtigkeit strebt, sie nimmt nicht den einfachen Weg und schaut weg, sondern handelt, wie es ihr richtig erscheint. Sie ist ein sehr sympathischer, sehr starker Charakter, den ich auf jeden Fall als gutes Vorbild ansehe und beim Lesen total gemocht habe. Sie hat bei mir die Frage ausgelöst, wie weit man eigentlich gehen kann und sollte, um Gerechtigkeit zu vertreten und durchzusetzen, Stichwort: „Recht, Gesetz und Selbstjustiz …“.

Peter hingegen ist schwieriger einzuschätzen, auch er kommt sehr sympathisch daher, direkt und ehrlich erscheint er, ehrlich verzweifelt in seiner Situation, aber ein Rest Misstrauen bleibt, ob dieser Charakter einen nicht doch kalt erwischt, wenn man ihm grade Glauben schenkt.

Der Superagent

Der afrikanische  Agent / Ermittler / Geheimdienstmitarbeiter Kashka taucht auf, löst Probleme und verschwindet wieder. Ich wurde nicht recht schlau aus diesem Charakter, das war wohl auch Absicht, dennoch, fand ich, war er zu abgehoben. Er gibt nichts von sich preis, taucht auf, fordert Gefallen ein und lässt Beziehungen spielen. Mich hat seine Rolle im Buch etwas gestört, weil seine Intentionen und Arbeitsweise völlig im Dunkeln blieben und Anabel und Regina ihm dennoch sehr trauten und er zu einer wichtigen Figur in der Aufklärung in Peters Fall wurde. Vielleicht muss man doch Band eins gelesen haben um Kashka besser zu verstehen.

Fazit

Das Buch hat mich von Anfang an sehr mitgerissen. Oft habe ich am Anfang eines Buches Schwierigkeiten mich in die Geschichte rein zu finden, hier war dies gar nicht der Fall. Der Stil und die Art der Autorin sind absolut flüssig und geschmeidig. Man liest und liest und vergisst völlig die Zeit. »Geschwärzt« ist ein sehr verstricktes Buch, das sehr intelligent konstruiert ist.  In nächster Zeit werde ich mir auf jeden Fall auch den Vorgänger »Schwarzweiß« zulegen und auf eine ähnlich spannende Unterhaltung hoffen!

Buchdetails

»Geschwärzt« ist der zweite Band rund um die Ärztin Regina Bogner, die im Maßregelvollzug arbeitet, und ihrer Tochter Anabel. Band ein ist 2015 unter dem Titel »Schwarzweiß« erschienen.

 

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Verlag: Egmont LYX (15.01.2015)
ISBN: 978-3-8025-9533-2
Preis: 9,99€, 384 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

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Verlag: Egmont LYX (14.01.2016)
ISBN: 978-3-8025-9534-9
Preis: 9,99€, 544 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2016

 

Rezension: »Rubinrot« von Kerstin Gier

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Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Arena Verlag)

Meine Meinung

Romantisch und jugendlich! Gwendolyn ist 16 Jahre alt, sie ist ein Tollpatsch und eigentlich ein ganz normales Mädchen mit einer aller besten Freundin und einer etwas seltsamen Familie. Ihre Familie trägt jedoch ein Geheimnis mit sich. Das Geheimnis um die zwölf Zeitreisenden. Sie selbst ist eigentlich eher genervt von dem ganzen Trubel der um ihre Cousine veranstaltet wird. Denn ihre Cousine soll die sein, die das Zeitreisegen ihrer Familie in sich trägt. Sie soll damit befähigt sein in der Zeit zu reisen und trägt damit eine große Pflicht mit sich. Zu ihrem großen Schrecken stimmt das jedoch nicht ganz. Denn plötzlich findet Gwendolyn sich im London des frühen 19.Jahrhunderts wieder. Was ist schief gelaufen? Warum hatte sie den Zeitsprung gemacht und nicht ihre Cousine? Wiederwillig stellt sie sich ihrer neuen Bestimmung und trifft dabei auf den gut aussehenden Gideon. Er ist arrogant und behandelt sie wie ein kleines Mädchen, doch nach und nach beschleicht sie der Verdacht, dass er doch gar nicht so übel ist. Gemeinsam müssen die beiden in der Zeit reisen und die verbliebenen 4 der 12 Zeitreisenden besuchen um das Geheimnis der Familie zu lüften!

Cover

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass mir das Cover nicht sonderlich gefällt. Es passt eigentlich gut zum Thema, aber ich bin wohl nicht so der Typ der auf Rosa steht. Dazu die gezeichneten Schatten am Rand und die schnörkelige Schrift… Das ist mir ein bisschen zu viel. Es ist süß gestaltet und trifft das kitschige Jugendbuch, das es ist, aber es ist nicht mein Geschmack. Ich bin erst auf das Buch gekommen und habe dann das Cover gesehen, zum Glück!

Stil und Spannung

Das Buch ist ein Jugendbuch und laut Verlag an Kids ab 12 Jahren  gerichtet. Ich finde Jugendbücher, die gut geschrieben sind, werden nie langweilig! Besonders das recht komplizierte Thema: Zeitreisen wurde einfach aber nicht schlicht aufgefasst. Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Autorin hat das Thema sehr schön verpackt, es ist einfach und geheimnisvoll, nicht zu detailliert, aber auch nicht platt. Ich finde es für ein Jugendbuch sehr gelungen!

Klischees… Ja Klischees tauchen immer mal wieder auf, aber das hat mich beim Lesen nicht gestört. Z.B. das Mädchen, das einen unausstehlichen, aber gut aussehenden Jungen kennen lernt, sich in ihn verliebt und er sich in sie. Es ist teilweise eben das was man erwartet, aber dennoch ist es spannend wie sich das Zeitreisen entwickelt und hinter welchem Geheimnis Gwendolyn und Gideon her sind.

Charaktere

Gwendolyn ist ein nicht ganz typisches Mädchen, sie denkt von sich selber, dass sie nicht die hübscheste ist und sie ist tollpatschig und nicht so perfekt wie ihre Cousine. Sie ist anders, sie sieht Geister und ihre Familie ist ziemlich seltsam. Ihr zur Seite steht ihre beste Freundin Leslie. Sie unterstützt sie bei allem mit Rat und Tat und einigen Recherchen, in denen sie sehr gut ist. Sie glaubt ihr und hält sie nicht wegen den Geistern oder der Zeitreisen für verrückt. Sie findet das alles sehr spannend, im Gegensatz zu Gwendolyns Mutter. Ihre Mutter hat seit ihrer Geburt Angst, dass Gwendolyn das Gen geerbt hat, sie macht ein ziemliches Geheimnis darum was eigentlich so schlimm ist am Zeitreisen oder an der geheimen Loge, die das Geheimnis der Zeitreisenden bewahren. Fragen stellen über dieses Thema ist in ihrer Familie grundsätzlich nicht erwünscht.

Aber es gibt auch einige Feinde mit denen Gwendolyn zu kämpfen hat. So ist ihre Tante und Großmutter sehr empört, dass nun Gwendolyn das Gen geerbt haben soll. Sie sind der Ansicht, dass sie nicht fähig ist damit um zu gehen und ihre Aufgabe zu erfüllen. Auch Gideon ist am Anfang der Meinung und übergeht Gwendolyn immer wieder. Er ist der Meinung, sie ist nicht vorbereitet und noch ein junges Mädchen das keine Ahnung hat. Gwendolyn jedoch ist nicht naiv, sie lässt sich nicht unter kriegen und stellt sich der Herausforderung! Sie wird nicht gefragt ob sie sich der Aufgabe stellen wird, die Loge erwartet es einfach, auch wenn sie nicht recht an sie glauben. Ich denke grade, weil niemand glaub, dass sie dem gewachsen ist, beschließt Gwendolyn stark zu sein und die Aufgabe, alle Zeitreisenden zu finden, zu meistern.

Ihr geheimnisvollster Feind ist jedoch der Graf von Saint Germain. Er ist der Begründer der Loge um die Zeitreisenden und er hat den Chronografen erfunden, mit dessen Hilfe die Zeitreisenden zielgerichtet in die Vergangenheit reisen können, anstatt wie die Natur es will, wahllos und unvorhergesehen in der Zeit umher zu springen. Bei einem Zusammentreffen der beiden, bemerkt Gwendolyn schnell, dass er gefährlich ist und sie sich vor ihm in Acht nehmen muss. Er bedroht sie und Gwendolyn wird mit immer neuen Fragen überschüttet. Gideon dagegen scheint dem Graf zu trauen. Ich bin gespannt wie sich diese Feindschaft noch entwickelt!

Fazit

»Rubinrot« ist ein sehr schöner Auftakt einer Trilogie. Es ist ein Jugendbuch und dementsprechend von der Handlung und vom Stil her geschrieben. Manche Entwicklungen in der Handlung sind sehr vorhersehbar, aber mir persönlich hat das Buch, mit seinen Zeitreisenden, gut gefallen und ich habe es zügig gelesen. Es ist wirklich an keiner Stelle langatmig oder zäh, sondern durchweg spannend und toll zu lesen! Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band ebenfalls lesen! Gwendolyns und Gideons Geschichte hat mich berührt und mir gefallen!

Bewertung

Kategorie

Punkte

Charaktere 5 von 6
Idee 3 von 4
Handlung 4 von 6
Spannung 3 von 4
Sprache 1 von 2
Kontext 3 von 4
Cover 0 von 2
Gesamt: 19 von 28

19 Punkte = 4 Sterne

Buchdetails

Trilogie: »Liebe geht durch alle Zeiten«

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Band 1: »Rubinrot«
Verlag: Arena Verlag
Gebundene Ausgabe:  352 Seiten
ISBN: 978-3-401-06334-8
Verlagsseite →

 

 

 

 

Saphirblau_klein

 

Band 2: »Saphirblau«
Verlag: Arena Verlag
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
ISBN: 978-3-401-06347-8
Verlagsseite →

 

 

 

Smaragtgrün_klein

 

Band 3: »Smaragdgrün«
Verlag: Arena Verlag
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
ISBN: 978-3-401-06348-5
Verlagsseite →

 

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog

 

Rezension: »Dead End« von Sharon Bolton

Dead End von Sharon Bolton

Zwanzig Selbstmorde in fünf Jahren. Meist sind es junge Frauen, die sich auf bizarre Art das Leben nehmen. Nicht nur die Polizei vermutet, dass irgendetwas an der ehrwürdigen Universität Cambridge nicht mit rechten Dingen zugeht. Nun soll sich DC Lacey Flint im Auftrag ihres Vorgesetzten Mark Joesbury als verletzlich-depressive Studentin ausgeben und den Lockvogel spielen. Als sie schließlich unter denselben Albträumen leidet, von denen die jungen Frauen in den Tod getrieben wurden, weiß Lacey: Sie ist die Nächste.

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Goldmann Verlag)

Meine Meinung

Spannung! Nerven Kitzel! Und der absoluter Horror jeder Frau!

Handlung

Das Buch hat mich, wie auch der erste Band der Lacey Flint Reihe, sehr gefesselt und schockiert! Das Buch erweckt jede Menge Spannung und Horror und macht einen ganz schön paranoid, so ging es mir zumindest.

Sharon Bolton schickt ihre Heldin, Lacey Flint, in einen Undercovereinsatz an der Universität Cambridge. Sie soll als Studentin getarnt mehr erfahren über die hohe Selbstmordrate an der Universität, da vermutet wird, dass es sich nicht um Selbstmorde handelt, sondern um einen Serienmörder. Laceys Auftrag ist beobachten und Bericht erstatten, aber natürlich hält sich die rebellische Polizistin mit der dunklen Vergangenheit nicht an diesen Auftrag sondern will aktiv ermitteln was es mit den Selbstmorden auf sich hat. Schnell wird aus dem Undercovereinsatz eine gefährliche Mission, die Lacey tief in ein verstricktes Netz und gefährliche Situationen führt. Sie selbst wird Teil dieses Falls.

Neben der Aufklärung der Selbstmorde entwickelt sich auch Laceys Zuneigung zu ihrem Vorgesetzten DI Mark Joesbury weiter. Im ersten Teil der Reihe hat Lacey ihn kennengelernt und es ist klar, dass sie Gefühle für ihn hegt auch wenn sie es nicht zeigen will oder vielleicht auch nicht weiß wie sie damit umgehen soll, da sie in der Vergangenheit feste Bindungen zu einem Menschen gemieden hat. In »Dead End« entwickelt sich diese Bindung zunächst nicht weiter. Lacey will zwar, und man merkt dass der Kontakt weniger förmlich wird aber dennoch steht sie ihrem Vorgesetzten immer noch distanziert gegenüber, bis zum Ende…

(mehr …)

 

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