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Rezension: »Anatomie des Verbrechens« von Val McDermid

Meine Meinung

In »Anatomie des Verbrechens« beschreibt McDermid wie reale Forensiker, Gerichtsmediziner, Brand-Experten, Kriminaltechniker und Polizisten Verbrechen aufklären und beschreibt was in der Fiktion gesponnen wird und was hingegen der Realität entspricht. Dabei gibt sie einen Einblick wie moderne Techniken entstanden sind, welche Irrtümer in der Geschichte passiert sind und wie präzise und sorgfältig gearbeitet werden muss, damit der wahre Schuldige gefunden und überführt werden kann.

Beispiele und Fälle

McDermid schneidet eine ganze Reihe von interessanten Kapiteln der Forensik an, darunter DNA-Analyse & Blutspuren, digitale Forensik, der Tatort, Toxikologie und vieles mehr.

In ihren Romanen schreibt Val McDermid seit Jahren vom unvorstellbar Bösen. Jetzt geht sie zum ersten Mal realen Verbrechen auf den Grund und schildert die Methoden der Forensik von ihren Anfängen bis an die Grenzen künftiger Wissenschaft und Technologie. Denn die Toten sprechen. Denen, die genau hinhören, erzählen sie alles über sich: woher sie kommen, wie sie lebten, wie sie starben – und wer sie umgebracht hat. Wie minimal die Spur auch sein mag, dem scharfen Blick der Gerichtsmedizin entgeht nichts…

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Random House / Knaus Verlag)

Ich fand es sehr sehr großartig wie McDermid jedes einzelne Kapitel mit vielen Beispielen unterfüttert und anschaulich gemacht hat. Dabei gab es Beispiele die sehr berühmt waren und die man aus den Medien / Filmen / Büchern kennt (z.B. Jack the Ripper), und wieder andere, die für mich neu und umso interessanter waren.

Geschichte der Forensik

Das Thema Forensik, Gerichtsmedizin und Polizeiarbeit ist auf jeden Fall sehr komplex und spannend. Aus diversen Ansätzen, die für uns heute entweder vernünftig, oder aber teilweise auch sehr skurril erscheinen, sind bis heute eine ganze Menge Techniken und Werkzeuge entstanden um Verbrechen aufzuklären.

Ich finde es immer faszinierend welche Ideen Menschen in der Vergangenheit hatten um neues Wissen zu erlangen. Auf dem heutigen Wissensstand kann man vieles schnell als verrückt oder sinnlos betrachten, aber in »Anatomie des Verbrechens« schildert McDermid einige dieser Prozesse und beschreibt wie die akribische Suche von Wissenschaftlern dem Verbrechen zu Leibe rückt.

Sowohl das Verhältnis von Erklärungen zu Beispielen, als auch der Grad der Tiefe, den McDermid für dieses Thema gewählt hat, empfinde ich für das Buch sehr Ideal. Es wird nicht durch unnötige Details oder Ausschweifungen langweilig, vielmehr ist die Mischung sehr spannend und unterhaltsam.

Fazit

»Anatomie des Verbrechens« liefert einen spannenden Überblick über die Geschichte der Verbrechensaufklärung. Viele Fall-\Beispiele zeigen lebhaft wie sich die Techniken entwickelt haben. Von teilweise skurrilen Ansätzen, hin zu handfester Wissenschaft. Spannend fand ich insbesondere den Teil über die »Spurensicherung am Brandort« und »Anthropologie«.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Besonders für jemanden, der sich noch wenig mit dem Thema beschäftigt hat, gibt das Buch einen guten Überblick, aber auch für jene, die möglicherweise schon einiges im Bereich True Crime gelesen haben, gibt es sicher noch einige spannende Einblicke.

Buchdetails / Reiheninfo

 

Verlag: Random House / Knaus Verlag (29. Februar 2016)
ISBN: 978-3-8135-0722-5
Preis: PB 14,99 € , 384 Seiten

Homepage →

 

 

 

Meine Rezension ist auch auf lovelybooks.de verfügbar! Schaut rein ♥

© Edge of the wild – 2017

 

 

 

 

Rezension: »Die S.E.A. Expedition« von Nikolaus Hansen und Tina Uebel

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Inhalt:

Segeln im Eismeer und eine Gebirgsüberquerung am Ende der Welt

Im Bann eines der größten Polarforscher aller Zeiten: Ein Jahrhundert nach Ernest Shackleton folgt die Expedition »S.E.A. – Sir Ernest’s Anniversary« seinem Weg nach dem Untergang der Endurance im Weddellmeer. Dafür brechen zehn Männer und zwei Frauen Ende 2015 zu einem Segeltörn über den wildesten Ozean der Welt auf. Unter schwierigsten Bedingungen gelangen sie von den Falklandinseln über Elephant Island bis nach Südgeorgien, wo ein Teil des Teams auf Skiern die dramatische Gletscherlandschaft überquert. Die Crewmitglieder Nikolaus Hansen und Tina Uebel halten das gewagte Unterfangen in einem mitreißenden Bericht fest, ergänzt durch einzigartige Aufnahmen unberührter Eislandschaften. Dabei zeichnen sie den Verlauf von Shackletons Rettungsaktion nach und zeigen, weshalb sie die Menschen bis heute fasziniert. (Quelle: Piper Verlag →)

Meine Meinung

Nur etwas für eingefleischte Segler und Gipfelstürmer?

Ich bin der Meinung dieses Buch kann für jeden etwas sein, der sich für reale Abenteuer interessiert. Im Laufe des Buches wird viel über Segeltechniken, Equipment und ähnliches geschrieben und ich habe wirklich nicht den Leistens Schimmer vom Segeln, dennoch ist das Buch sehr packend und mitreißend. Man verspürt beim Lesen ein jähes aufflammen von Abenteuerlust und Fernweh, bei all den Herausforderungen und Beschreibungen der Expedition.

von der Endurance Expedition zur S.E.A Expedition

Die »S.E.A Expedition« folgt den Spuren Shakeltons, welcher 1914 mit 27 Männern und einer ganzen Horde Huskys zur Endurance-Expedition aufbrach. Ziel war der Südpol und die Durchquerung des antarktischen Kontinents. Doch diese Expedition scheiterte grandios! Das Schiff, die „Endurance“, mit der Shakelton und seine Männer in die Antarktis fuhren, wurde im Packeis zerdrückt und sank. Die Männer mussten nun zu Fuß und per Beiboot ihren Weg fortsetzen, doch die Durchquerung war nicht mehr möglich. Shakelton und seine Männer schafften es schließlich bis Elephant Island, wo sie ein notdürftiges Lager errichteten. Shakelton sowie eine kleine Gruppe machten sich auf um nach Südgeorgien zu Segeln. Die Strecke umfasst rund 1500 km über offenen Ozean und sie hatten nur ein kleines offenes Beiboot, die James Caird, zu Verfügung. Ein heikles Unterfangen. Doch die nächste Hürde war Südgeorgien. Shakelton und zwei Männer schafften es, das raue und schwere Terrain zu durchqueren und schließlich für die verbliebenen Männer auf Elephant Island Hilfe zu organisieren. Alle Männer der Expedition konnten gerettet werden.

2015 rund 100 Jahre nach Shakeltons Reise durch die Antarktis bricht die Crew der S.E.A. Expedition (S.E.A = Sir Earnest Anniversary) von den Falklandinseln auf. Sie segeln mit der Santa Maria Australis von den Falklandinseln nach Elephant Island, wo einhundert Jahre zuvor die Männer der Endurance-Expedition, in einem lausigen Lager zusammengeschustert aus Beibooten und den Resten ihrer Ausrüstung, auf Rettung gewartet haben. Anschließend machen sie sich auf den Weg nach Südgeorgien und folgen so dem Weg der James Caird. Auf Südgeorgien macht sich der alpin-erfahrene Teil der Mannschaft auf den Spuren Shakeltons auf, die raue Insel zu durchqueren und schließlich segeln sie zurück zu ihrem Ausgangspunkt, den Falklandinseln.

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 »leise Stimmen« und große Abenteuerlust

»Leise Stimmen« so umschreibt bereits Shakelton das Gefühl von Faszination für das Unbekannte. Der trieb hinaus zu fahren, zu segeln, Berge zu besteigen und unbekannte Teile der Welt zu erobern, auf die noch nie zuvor ein Mensch seinen Fuß gestellt hat.

Dieses Buch vermittelt genau dieses Gefühl, es weckt Abenteuerlust und es reißt einen absolut mit in diese unbekannte, gefährliche und aufregende Welt. Im Buch wird zu Recht die Frage gestellt welche Daseinsberechtigung eine Expedition hat, welche zum Ziel bereits bekanntes Territorium hat. Der Südpol ist längst erobert und das Interesse an der Antarktis nimmt ab. Tina Uebel schreibt dazu:

»Wir haben keine Sensation zu bieten, keine Superlative. Kein Erst-Irgendwas. Außer für uns selbst.« (Seite 26).

Warum also ist dieses Buch so spannend? Ich persönlich habe ein großes Interesse an Expeditionen in die Antarktis, Arktis oder auch in die Berge. Aber darüber hinaus ist dieses Buch wirklich interessant. Man erhält einen Einblick wie schwer es ist so eine Expedition ins Leben zu rufen, wie eine Crew aus Fremden zusammen wächst und sich ergänzt, ins Segeln über den offenen Ozean, in die Berge von Equipment die nötig sind und wie hinderlich Bürokratie sein kann! Diese Einblicke gewähren uns die beiden Autoren Nikolas Hansen und Tina Uebel, welche in separaten Blöcken von ihren Erfahrungen berichten. Mir hat Tina Uebels Stil etwas besser gefallen als Herr Hansens. Ihr Stil, wie sie von ihren Erlebnissen berichtet ist wahnsinnig lebendig, die Emotionen werden eindrücklich geschildert und das Gefühl von Aufbruchsstimmung und Glück und Abenteuer kommen sehr gut rüber.

»Frisch gemachter Berg. Und niemand hier, keiner außer uns, der Ozean dort draußen jenseits der Arctic Bay leer, als wäre der Mensch nie erfunden.« (Seite 10)

Literatur über die Endurance-Expedition

Zufälligerweise habe ich kurz vor diesem Buch, Alfred Lensings Werk »635 Tage im Eis – Die Shakelton Expedition« gelesen. In diesem Buch wird die Geschichte der Expedition sehr anschaulich erzählt. Ich kann nur empfehlen dieses Buch vor »Die S.E.A Expedition« zu lesen, da man so einen sehr guten Vergleich zwischen dem Equipment und den Verhältnissen vor 100 Jahren im Gegensatz zu heute gewinnt. Man bekommt einen guten Gesamteindruck von den Risiken, die diese Männer damals eingegangen sind und die auch heute nicht zu unterschätzen sind. In »Die S.E.A Expedition« wird häufig Alfred Lensings Buch und andere Literaturquellen über Shakeltons Expedition zitiert.

Fazit

»Die S.E.A Expedition« vermittelt ein Gefühl von Abenteuerlust und Fernweh. Es schildert eine Reise in die leerste Umgebung die ein Mensch sich vorstellen kann, und doch wird man gefesselt von den Reizen des Unbekannten. Ich habe das Buch sehr genossen und mitgefiebert und möchte nun am liebsten morgen direkt selber in die Antarktis aufbrechen! Ich denke man sollte schon ein gewisses Interesse für eisig kalte Expeditionen mitbringen um sich durch die Teile über Equipment und Co. zu lesen, allerdings ist das Buch so spannend, dass es für jeden eine abenteuerliche Leseerfahrung sein kann.

Vielen Dank an den MALIK / Piper Verlag für das Rezensiosnexemplar.

Buchdetails

 

Verlag: MALIK/ Piper Verlag (01. September 2016)
ISBN: 978-3-89029-468-1
Preis: HC 24,00€ , 352 Seiten

Homepage →

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Wir sind Cyborgs« von Alexander Krützfeldt

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„Wenn wir als Spezies überleben wollen, dann müssen wir anfangen, in neue Richtungen zu gehen.“ Tim Cannon, Grindhouse Wetware, U.S.A.
Nie war die Bindung zwischen Mensch und Maschine enger als jetzt. Schon bald werden Bauarbeiter mit Exo-Skeletten riesige Stahlträger in die Höhe wuchten, per Chip werden Nervenleiden einfach ausgeschaltet und Haustüren geöffnet werden. Schon bald könnten wir perfekt, schon bald könnten wir Cyborgs sein.
Die schöne neue Welt – ist sie wirklich so nah? Und wollen wir sie überhaupt?
Alexander Krützfeldt trifft die wichtigsten Cyborg-Pioniere und zeichnet ein Panorama von großen Hoffnungen und berechtigten Ängsten.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Blumenbar / Aufbau Verlag)

Meine Meinung

Cyborg? Was ist das eigentlich? Es ist eine Vermischung zwischen Mensch und Maschine, aber wie wird das eigentlich definiert? Ist ein Mensch mit Hörgerät oder Herzschrittmacher, bereits ein Cyborg? Oder reicht schon das Smartphone, das unser täglicher Begleiter ist? Dies sind ein paar der spannenden Fragen denen sich der Autor Alexander Krützfeldt in seinem Sachbuch „Wir sind Cyborgs“ widmet.

Alexander Krützfeldt, studierter Journalist, schildert in seinem Buch wie er an das Thema Cyborgs herangegangen ist und seine ersten Begegnungen mit selbsternannten Cyborgs, die sich nicht davor scheuen sich Technik sogar implantieren zu lassen. Er interviewt Wissenschaftler, die an Mensch-Maschine-Interaktion forschen, Bastler, Geschäftsleute, Menschen, die aus der Body Modification Scene stammen, Professoren, Psychologen und natürlich die Cyborgs und viele mehr und schafft so ein sehr umfassendes Bild, vom heutigen Stand der Cyborg-Technik. Das Buch ist in meinen Augen absolut nicht parteiisch. Alexander Krützfeldt hat seine Interviewpartner sehr vielfältig ausgewählt (was mich echt beeindruckt hat!), so dass ich als Leser viele verschiedene Blickwinkel auf dieses Thema erhaschen konnte. In diesem recht schmalen Buch mit rund 190 Seiten kann dieses Thema sicherlich nicht vollständig diskutiert werden, doch es regt zum Nachdenken an. Völlig verschiedene, teils sehr positive, aufgeschlossene, neugierige Sichtweisen, stehen pessimistischen Sichtweisen, die in der Cyborg-Technik eine Bedrohung oder zumindest Gefahren sehen gegenüber.

Zwei Seiten der Medaille

Cyborg-Technik, oder Technik im Allgemeinen, hat immer zwei Seiten. Die eine bietet wahnsinnig viele neue, tolle, aufregende Möglichkeiten. Sei es um blinde Menschen ihr Augenlicht zurück zu geben, oder auch Exoskelette, mit denen man super stark wird und schwere Lasten mühelos tragen kann oder Gadgets mit denen man „Superheldenfähigkeiten“ bekommen kann. Die dunkle Seite der Geschichte ist, dass uns die Technik auch überholen könnte. Superintelligente PCs die uns unterjochen, wie in düsteren Science Fiction Geschichten schon vielfach thematisiert, oder das Militär greift scheinbar friedliche Technik auf und baut daraus noch verheerendere Waffen.

Wie man den technischen Fortschritt für sich selber einordnen möchte, muss jeder für sich selber entscheiden, aber aufzuhalten ist er sicherlich nicht. Ich persönlich bin aufgeregt, welche Innovationen in der Zukunft noch auf uns warten.

Wo liegt die Grenze zwischen Mensch und Roboter?

Absolut spannend fand ich die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen Mensch und Roboter? wann wird ein Mensch zum Roboter und wann ein Roboter zum Menschen. Wenn der Roboter äußerlich und von seinem Verhalten so nah an den Menschen herankommt, dass er zum Verwechseln ähnlich ist, wenn er emotional zu sein scheint, wird er dann zum  Mensch?

Auch habe ich viel Neues erfahren, z.B. die „technische Singularität“. Der Zeitpunkt an dem die künstliche Intelligenz klüger ist als der Mensch, sich selbst weiterentwickelt und den Menschen nicht mehr braucht. Wahnsinnige und gruselige Vorstellung. Wahrscheinlich dauert es noch einige Zeit, wenn es denn überhaupt dazu kommen wird, aber hey alles ist möglich und darüber nachdenken sollte man mal gemacht haben.

Fazit

In »Wir sind Cyborgs« greift Alexander Krützfeldt ein echt cooles und aktuelles und zugleich auch beängstigendes Thema auf und berichtet von spannenden Menschen und spannenden Ideen und Visionen, was alles möglich sein könnte und im – mehr oder weniger – geheimen schön möglich ist. Es beschreibt den technischen Fortschritt, aber auch Gefahren und philosophische Fragen, die man sich in Zusammenhang mit Cyborgs und Robotern stellen muss. Ein überaus gelungenes, spannendes Buch, das viele Sichtweisen aufzeigt und viele Ansatzpunkte zum nachdenken liefert.

 

Buchdetails

Eine Leseprobe gibt es hier →

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Verlag: Blumenbar / Aufbau Verlag (2015)
ISBN: 978-3-351-05024-5
Preis: 15,00€, 192 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2016

 

Short review: »Optimismus lernen« der Kompakte Ratgeber von Madame Missou

Ob es nun Sorgen ums Geld, Stress mit Freunden oder der Familie, Aufgaben die erledigt werden wollen, Zukunftängste oder was auch immer sein mögen, ab und an kommt wohl jeder mal zu einem Punkt, an dem es einem einfach zu viel wird. Wenn man einfach nur noch negativ in den Tag startet, den Kopf in düsteren Wölkchen hängen hat und man sich um die eigene Ruhe und vielleicht sogar um einen gesunden Schlaf bringt. Ein Berg aus Sorgen und Ängsten häuft sich an und am Ende ist man furchtbar pessimistisch und weiss nicht wie es weiter geht! Bestimmt hat jeder von uns das so oder so ähnlich schon mal erlebt.

Nur wie kommt man aus dieser Pessimismus-Spirale wieder raus? Madame Missou hat genau zu diesem Thema einen kleinen kompakten Ratgeber geschrieben: »Optimismus lernen – 6 Lektionen für mehr Glück & Lebensfreunde«. An dieser Stelle möchte ich ihr ganz herzlich danken, dass sie mir diesen süßen kleinen Ratgeber zum lesen und rezensieren zu Verfügung gestellt hat. Danke! Madame Missous Homepage findet ihr hier →

 

Optimismus

Überzeugte Pessimisten werden es kaum glauben, aber Optimismus ist erlernbar!

Die „Optimismus-Schule“ in diesem kleinen Ratgeber weist Ihnen in sechs unterhaltsamen Lektionen einen Weg zum Glück. Dem Unterricht geht ein amüsanter Einstufungstest voran, der auf lockere Weise Aufschluss darüber gibt, wo Ihr Optimismus momentan steht. Anschließend beginnen die sechs praktischen Lektionen zur mehr Lebensfreude.

Schon bald genießen Sie die wärmenden Sonnenstrahlen, statt sich über das bald aufziehende Regenwetter zu grämen. Sie sehen die Schönheit der Rose und ärgern sich nicht über deren Dornen und entdecken so Ihre Liebe zum Leben. Drücken Sie noch einmal die Schulbank für eine Unterrichtsstunde und werden Sie in 45 kompakten Leseminuten zum Optimisten. (Quelle: Madame Missou – Die Schule des Optimismus →)

Meine Meinung

Aufbau & Inhalt

»Optimismus lernen« ist ein kurzer und kompakter Ratgeber, der einem prägnant ein paar Anhaltspunkte liefert, wie man einfach etwas optimistischer und glücklicher durchs Leben gehen kann. Das E-Book umfasst 38 Seiten in DIN-A4 Format und sollte in 45 Minuten zu lesen sein, ich hab wohl etwas länger gebraucht.

Aufgebaut ist der Ratgeber in drei große Elemente: Ein einleitender Anfang, 6 Lektionen zum mitdenken und mitmachen und ein Schlussteil. Ich fand den Aufbau sehr klar strukturiert und besonders ein kleiner Test am Anfang hat den Ratgeber prima aufgelocker.  Weiter ging es mit sechs Lektionen, die jeweils aus einem Text und einer kleinen “Hausaufgabe” bestand. Super Idee. Zum Schluss gab es dann noch eine Zusammenfassung.

Inhaltlich hat sich der kompakte Ratgeber damit beschäftigt, einem die Augen zu öffnen, wie unglücklich man seine Zeit verbringt, wo es doch teilweise einfach ist etwas zu ändern und mehr Glück an sich ran zu lassen!

Zu Beginn stellt Madame Missou einen Test vor, mit dem man sich selbst ein wenig einschätzen kann, um zu sehen, wo man auf der Optimismus-, Pessimismus-Skala steht. In der Auswertung ist sie auf vier verschiedene Typen eingegangen, die an die vier Elemente: Luft, Wasser, Erde und Feuer angelehnt waren. Hier hatte ich kurz Angst, dass es jetzt völlig esoterisch wird, aber das war zum Glück nicht der Fall. Mich hat nur gestört, dass die Elemente erst als sehr wichtig hingestellt wurden und dann im Laufe des Ratgeber nicht weiter erwähnt wurden.

Gut fand ich hingegen in der Auswertung, dass nicht nur die Schwächen der verschiedenen „Typen“ aufgezählt wurden, sondern die Schwächen auch immer den Stärken gegenübergestellt wurden.

Stil

Ich finde den Stil der Autorin ganz klasse, weil sie mich beim Lesen direkt anspricht. Ich werde aufgefordert mir bewusst zu machen wie schön das Leben eigentlich ist, wie schnell man die schönen Dinge ausblendet und sich dem Pessimismus hingibt. Es fühlt sich beim lesen an wie ein gedanklicher Tritt in den Allerwertesten: Aktiv werden, sich organisieren und für den Genuss leben!

Fazit

Die Optimismus-Schule von Madame Missou ist auf jeden Fall sehr lesenswert, sie verkündet natürlich keine feststehenden Wahrheiten oder psychologische Revolutionen, und man kann in 45 Minuten auch nicht sein ganzes Leben umkrempeln, aber es ist ein süßer kleiner Ratgeber, der einem mit seinem tollen Stil und der persönlichen Art direkt anspricht und jedem der mal wieder unter Sorgen begraben scheint, vielleicht einen kleinen Lichtblick aufzeigen kann. Aber auch wenn man eigentlich gut drauf ist, schlägt es einem Strategien vor, die echt simpel sind und doch total gut funktionieren, um auch weiterhin bei guter Laune zu bleiben. Daumen Hoch!

Buchdetails

»Optimismus lernen« stammt aus der Reihe: Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten.

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Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber; Auflage: 1.0 (10. März 2015)
Format: Kindle Edition (38 Seiten A4)
ASIN: B00UJMOEP6
Preis: 2,99 €

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© Blutrot – Jamie’s Bücherblog

 

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