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Rezension: »Until Friday Night« von Abbi Glines

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Inhalt:

Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre sanfte Stimme und ihre weichen Lippen.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Piper Verlag)

Meine Meinung

“Until Friday Night” ist die perfekte – romantische – Unterhaltung für den Sommer.

Maggie & West

Maggie und West sind sich gleichermaßen ähnlich, wie unterschiedlich. Sie verbindet eine traurige Hintergrundgeschichte, die sie zusammenschweißt und doch sind sie sehr verschieden. Er, ein beliebter Footballspieler an seiner Highschool, sie, die Außenseiterin, die nicht spricht.

West ist ein typische Teenager, der an seiner Highschool, als erfolgreicher Sportler zu den beliebten Schülern gehört. Er umgibt sich mit anderen Sportlern und schönen Mädchen, die ziemlich oberflächlich daher kommen und doch ist nicht alles wie es scheint. West hat es niemandem erzählt, doch sein Vater ist schwer krank und innerlich ist er zerfressen vor Kummer und Angst. Wests Charakter war in meinen Augen auf der einen Seite recht Klischeehaft, doch nicht unrealistisch gestaltet, jeder kennt die Situation an Schulen: Es gibt eben die beliebten Kids und die weniger beliebten Kids. Doch seine zerbrechliche, traurige Seite gibt seinem Charakter auch Tiefe. Hinter seiner Fassade ist er ein Junge, der mich mit seiner Fürsorge für seine Familie und Maggie sehr gerührt hat.

Maggie hingegen scheint auf den ersten Blick sehr zerbrechlich. Ihre Mutter ist gestorben und ihr Vater für sie im Grunde auch, sie spricht nicht, weil es für sie der einzige Weg scheint, mit der Situation klar zu kommen. Doch das Schweigen grenzt sie aus und es fällt ihr sehr schwer Vertrauen aufzubauen. Innerlich jedoch ist sie sehr stark und als West sie braucht, zögert sie nicht ihre Schilde einzureißen und mit ihm zu sprechen, einfach, weil es das ist was er braucht. Maggie und West sind beide sehr liebe Charaktere, die teils sehr typisch teeniemäßig sind und teils schon sehr erwachsen mit schwierigen Situationen umgehen.

Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, das so groß zu sein scheint, dass sie unter diesem Gewicht einknicken, doch zusammen schaffen sie es ihren Weg zu finden. Ihre Geschichte ist eigentlich sehr traurig, doch auch wunderbar rührselig, romantisch und süß.

Aufbau, Stil & Cover

Das Buch ist super flüssig und locker geschrieben, das hat mir richtig gut gefallen. Die Seiten sind nur so geflogen! Aufgebaut ist das Buch so, dass sich Wests und Maggies Perspektiven mit jedem Kapitel abwechseln. Ein sehr nettes Detail war, dass jedes Kapitel mit einem kurzen Zitat aus dem folgenden Kapitel begonnen hat. Ein kleiner Einblick, der mich manchmal sehr neugierig gemacht hat und manchmal sehr hibbelig, was dieses Zitat wohl zu bedeuten hat.

Das Cover finde ich, ist auch sehr attraktiv und ansprechend gestaltet. Durch die große rosa Blase, in welcher der Titel steht und dem Sonnenuntergang im Hintergrund, war für mich direkt klar, dass es sich um einen Roman handelt der sich wohl eher an Mädchen und Frauen richtet. Das Cover ist einfach sehr süß gestaltet, genau passend zur Geschichte.

Fazit

Hinter diesem tollen Cover, versteckt sich eine ebenso tolle, traurige, süße, unterhaltsame, romantische Geschichte von zwei Teenagern, die mehr durchmachen mussten, als zu ertragen sie sich im Stande fühlen. Doch gemeinsam gehen sie ihren Weg über Stock und Stein und finden in sich mehr Stärke als sie zu wagen geglaubt haben. Ein Buch das sehr viele Gefühle weckt, ohne überzogen dramatisch und kitschige zu werden, mit einer Liebesgeschichte, die sich in einem sehr angenehmen Tempo entwickelt. Wirklich gelungen!

Und noch so am Rande: Februar 2017 wird ein Spin-Off, mit dem Titel »Under The Lights« im Piper Verlag,  erscheinen in welchem Wests Teamkollege Gunner die Hauptrolle spielen wird. Nachdem ich »Until Friday Night« richtig mochte bin ich schon gespannt auf das nächste Buch!

Links

Hier geht’s zur Verlagsseite, auf der es auch eine Leseprobe gibt

Buchdetails

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Verlag: Piper (01.06.2016)
ISBN: 978-3-492-30919-6
Preis: 8,99€, 304 Seiten

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© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Maestra« von L. S. Hilton

Maestra gross

Sie nimmt sich, was sie will, und nichts hält sie auf …

Judith Rashleigh arbeitet für ein renommiertes Londoner Auktionshaus. Deshalb hält sie es zunächst für ein Versehen, dass ein von ihr als Fälschung entlarvtes Meisterwerk zur Versteigerung angeboten wird. Als sie den Galeristen auf den Fehler hinweist, feuert er sie kurzerhand und raubt ihr jegliche Hoffnung auf eine Zukunft in der Kunstwelt. Doch es gelingt ihr, sich trotzdem weiterhin in den elitären Kreisen zu bewegen und die Hintergründe des millionenschweren Kunstbetrugs aufzudecken, ohne dabei ihre wahre Identität preiszugeben. Ein riskantes Spiel, an dem die junge Britin aber schnell Gefallen findet – und zwar so sehr, dass sie den Spieß schließlich umdreht und sich das nimmt, was ihr zusteht. Um jeden Preis.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Piper Verlag)

Meine Meinung

Klappentext, Leseprobe & Erwartungen

Nach dem Klappentext und der Leseprobe, war ich sehr angetan von dem Buch. Ich hab einen echt spannenden Thriller erwartet, der in der Kunsthandel-Szene angesiedelt ist und sich um die Aufklärung eines Betrugs um ein Gemälde dreht. Gewürzt mit ein wenig Sex und Skandalen, habe ich ein unterhaltsames, fesselndes Vergnügen vor Augen gehabt.

Doch jetzt, nachdem ich das ganze Buch gelesen habe muss ich sagen, dass “Maestra” ein sehr gutes Beispiel für ein Buch ist, dessen Klappentext wenig über das Buch aussagt. Das fiese ist, dass die Leseprobe genau so gewählt ist, dass sie die Eindrücke vom Klappentext noch verstärkt werden. Doch obwohl das Buch nicht meinen Erwartungen entsprochen hat, konnte es mich in einigen  Teilen doch sehr überzeugen, andere Teile der Handlung hingegen erschienen mir zu oberflächlich und aalglatt.

Im Grunde geht es um das, was der Klappentext aussagt: Ein gefälschtes Gemälde wird Versteigert, und Judith macht es sich zur Aufgabe diesen Betrug aufzudecken. Doch dies ist nur die Spitze vom Eisberg und die Priorität liegt weniger auf der Aufdeckung des Betrugs als vielmehr auf einem persönlichen Rachefeldzug Judiths, gegen alles und jeden der ihr im Weg steht. “Um jeden Preis” ist an dieser Stelle wortwörtlich zu nehmen.

Judith, mal eine ganz andere Protagonistin

Judith scheint zunächst sehr ehrgeizig und ihre Willensstärke ist unverkennbar, sie ist einer schweren Kindheit entwachsen, hat ein Studium abgeschlossen und sehr hart dafür gearbeitet um sich in der Kunstbranche einen Namen zu machen, doch jeglicher Erfolg bleibt aus, sie ist das Mädchen-für-alles vom Galeristen des Auktionshauses und ihre Fähigkeiten werden völlig verachtet.

Nicht nur der Erfolg bleibt aus, auch ihre finanzielle Lage sieht nicht gut aus, trotz der vielen Arbeit. Sie fängt einen Nebenjob in einem gewissen Club an, in dem sie dafür bezahlt wird, Männern Gesellschaft zu leisten und schnell findet sie gefallen an dem leicht verdienten Geld.

Als sie Wochen später bemerkt, dass ein Gemälde, dass sie selber als Fälschung klassifiziert hatte, im Auktionshaus angeboten wird platzt ihr der Kragen. Unbedachter Weise forscht sie auf eigene Faust und wird prompt gefeuert. Ihre Karriere scheint vorbei zu sein, nur der Job im Club bringt noch eine gewisse Bestätigung und so nimmt die Reise ihren Lauf, als ein Stammkunde von Judith sie einlädt mit ihr zu verreisen.

Als Judith ihren Job verliert und sie in gewisser Weise ihre Karriere für gescheitert betrachtet, verändert Judith sich sie kehrt ihre kühle, berechnende und egoistische Seite an den Tag und immer mehr wird sie vom Geld gesteuert und dem Wunsch sich für alle die Ungerechtigkeiten zu rächen.

Das erste Drittel des Buches ist wirklich sehr spannend und unvorhersehbar, immer wieder entwickelt sich Judiths Charakter weiter, und entfernt sich immer mehr von der Judith, die sie zu Beginn war. Sie ist keiner von den Charakteren, die man unglaublich sympathisch findet und deren Handlungen man immer wieder gut nachfühlen kann, sondern so einer der ganz unberechenbar und kühl üble Dinge macht und einen trotzdem ein wenig fasziniert.

Ich denke Maestra lebt nicht davon, dass man sich mit Judith, der Protagonistin, identifizieren kann, sondern im Gegenteil davon, dass man einen Charakter vor Augen hat, der ausserhalb der eigenen Wohlfühlzone agiert.

Unberechenbar vs. Aalglatt

Die Handlung ist wie oben beschrieben im ersten Drittel sehr unberechenbar und unvorhersehbar, doch später wird sie immer oberflächlicher. Obwohl das Setting, all die luxuriösen Modemarken, extravaganten Gerichte, Gemälde und ihre Geschichten und die Kunsthandelbranche sehr detailliert beschrieben wird, so dass man den Eindruck gewinnt, die Autorin kennt sich sehr gut aus, oder hat wirklich gut recherchiert, so ist die Handlung an sich doch später zu oberflächlich, viel zu aalglatt! Judith, die nach ihrer Kündigung verreist und von Luxushotel zu Luxusjacht, von Stadt zu Stadt reist, beginnt sich erst am Rande der Illegalität zu bewegen und schließlich über alle Grenzen von Moral und Recht hinwegzusetzen. Gerade war sie noch eine zwar ehrgeizige, doch auch unterwürfige Assistentin, und plötzlich mausert sie sich zur genialen Kriminellen? All ihre Verbrechen sind ausgeklügelt geplant und es scheint. als ob sie mit allem was sie macht davon kommt, als sei sie unantastbar. Das hat mich schon gestört, weil es wenig realistisch und etwas absurd ist.

Erotik

Sie Sex- oder Erotikszenen in diesem Buch, sind schon etwas sehr detailliert, plastisch und häufen sich. Diese Art von Erotik in einem Buch muss man schon mögen, ansonsten würde ich sagen, sind diese Szenen doch etwas zu detailreich beschrieben, um als leichte Kost durchzugehen. Ich persönlich hätte hier “weniger ist mehr” vorgezogen.

Fazit

Trotz anderer Erwartungen, war Maestra für mich ein Lesevernügen der etwas anderen Art. Maestra entführt einen auf eine Reise in eine Luxuswelt zwischen Mode, Kunst, ausgefallenem Essen und ungewöhnlichen erotischen Momenten, quer durch Europa. Im Zentrum, Judith, ehrgeizig, berechnend, und dem Geld verfallen, ist sie unberechenbar. Maestra ist ein Buch, das mit vielen unerwarteten Wendungen aufwartet. Trotz einiger Schwächen war es interessant, amüsant, unterhaltsam und zuweilen schockierend.

Buchdetails

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Verlag: Piper (02.05.2016)
ISBN: 978-3-492-06051-6
Preis: 14,99€, 384 Seiten

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© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Für einen Sommer und immer« von Julie Leuze

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Als Annikas Mutter ihr erzählt, dass sie schwer krank ist und bald sterben wird, will Annika nur noch eins: weg, und zwar schnell. Sie nimmt ihren lange überfälligen Urlaub und flüchtet sich in ein abgeschiedenes Dorf in den Südtiroler Dolomiten. Doch im Entspannen war die dreißigjährige Karrierefrau noch nie sonderlich gut, und schon nach einem Tag fällt ihr in ihrem schicken Hotel die Decke auf den Kopf. Um der erdrückenden Leere in ihrem Inneren zu entkommen, beschließt sie, sich beim Gipfelstürmen auszupowern, und nimmt sich kurzentschlossen einen Bergführer. Samuel ist vollkommen anders als alle Männer, die Annika je kennengelernt hat. Seine Liebe zu den Bergen ist mitreißend, ansteckend, und bald bemerkt Annika, dass sie mit jedem Meter, dem sie sich der Bergspitze nähert, auch ihrem eigenen Herzen näher kommt …

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Egmont Ink Verlag)

Meine Meinung

Annika ist eine ehrgeizige und erfolgreiche Karrierefrau, die in allen Bereichen ihres Lebens nach Perfektion strebt. Seien es berufliche Ziele oder nur ihr perfektes Outfit, um joggen zu gehen. Ihr Leben ist straff geplant und Gefühle lässt sie nicht zu. Abgesehen von ihrer Neigung für gutes Essen ist ihr Leben völlig leidenschaftslos. Hinter dieser strengen Fassade steckt jedoch ein ziemlich unsicherer und unglücklicher Mensch. Annika war mir von Anfang an sehr sympathisch. Nach außen hin war sie zu Beginn ziemlich kühl und mitunter fies zu den Menschen in ihrer Umgebung. Doch spätestens mit der Nachricht, dass ihre Mutter krank ist und sterben wird, knackst Annikas harte Schale.

Ihr Urlaub in den Dolomiten beginnt chaotisch. Sie ist unruhig, ungeduldig, kann sich nicht entspannen und ihr Joggingausflug endet mit einem aufgeschüften Knie. Es wird deutlich, dass sie nicht grade freiwillig in die Berge gefahren ist und es eher eine verzweifelte Flucht vor der Konfrontation mit ihren Gefühlen war. Doch das geht gehörig schief. Als sie beschließt einen Bergführer zu buchen, um die Dolomiten ein wenig zu erkunden und Samuel kennenlernt, merkt sie, dass sie ein ziemlich oberflächliches Leben führt und sie im Grunde einsam und unglücklich ist.

»Und da niemand mich vermisst und keiner was von mir will, beschließe ich, das Handy heute auf dem Zimmer zu lassen. Zum ersten Mal seit Jahren werde ich einfach nicht erreichbar sein. Ha!« Seite 14

Samuel ist, mit Herz und Seele, an die Berge und die Natur gebunden. Als Bergführer hat er seine ganz große Leidenschaft zum Beruf gemacht. Beziehungen sind bisher immer schief gegangen, da er immer nur für die Berge gelebt hat und der Rest zurück stecken musste. Zu Beginn hält Samuel Annika für eine echte Großstadtzicke, die sie ja auch ist. Sie ist abfällig und perfektionistisch, obwohl sie vom Bergwandern wirklich keine Ahnung hat.

Weit weg von ihrem Alltag, ihrem stressigen Job und ihrer besten Freundin, die Annika eigentlich nur klein hält und runter putzt, beginnt Annika über sich und ihr Leben nachzudenken und neue Prioritäten zu setzen. Samuel geht ihr unter die Haut und sie lernt eine Welt kennen, in der Gefühle gut und normal sind. In der Schwächen erlaubt sind und Tränen geweint werden dürfen.

Das Buch hat mich sehr berührt. Es war wunderschön und traurig und einfühlsam. Eine tolle Geschichte über unnötigen Perfektionismus, Gefühle, Familie und Liebe. Ein Thema war auch Annikas Beziehung zu ihren Eltern, die immer recht unterkühlt war. Ihre Eltern wollten das Beste für ihr Kind und haben es denkbar schlecht umgesetzt: Sie haben sie mit Ignoranz gestraft, wenn sie nicht perfekt war. Später an der Uni ist sie dann Helene, ihrer bald besten Freundin, über den Weg gelaufen. Einer jungen Frau, die Annikas Eltern ähnlich ist. Die Gefühle verachtet und die nach großen Karrierezielen, anstatt nach Liebe und Geborgenheit strebt.

Erst ganz zuletzt, als Annika merkt, dass der Tod ihrer Mutter unausweichlich ist und es kein Zurück mehr gibt, fasst sie sich ein Herz und versucht noch ein paar Dinge zu klären und mit ihr ins Reine zu kommen. Für mich war es ein sehr eindringliches Beispiel dafür, dass man im Leben die Dinge nicht aufschieben sollte und, dass man so leben sollte, dass man glücklich ist, ganz egal ob man dabei perfekt ist oder eben nicht. Geld und ein makelloser Lebenslauf bringen einem im Tod auch nichts mehr.

Fazit

»Weißt du, wenn du nichts um dich herum hast als Puderschnee, steile Hänge und ein paar konditionsstarke Gleichgesinnte, dann gehört die Welt wirklich dir« Seite 89

»Für einen Sommer und immer« ist eine wunderbar gefühlvolle Geschichte, die durch einen super flüssigen, lockeren und angenehmen Stil gekrönt wird. Mir hat das Buch absolut gut gefallen. Die Auflösung der Geschichte war etwas flott und etwas zu perfekt und ab und an war es schon etwas kitschig, aber es war ein Maß an Gefühl und Romantik, das einfach ideal war für diese Geschichte. Nicht dick aufgetragen, sondern einfach gefühlsbetont. Annikas innere Wandlung, die im Mittelpunkt steht, wird sehr eindringlich und nachvollziehbar erzählt und mir hat besonders Samuels Leidenschaft für die Berge das Herz höher schlagen lassen. Ein absolut goldiges Buch und Honig für die Seele!

Links

Ich habe das Buch in einer Lesrunde auf Lovelybooks.de gelesen. Hier geht es zur Leserunde →

Hier gibt’s meine Lieblingszitate aus dem Buch →

Buchdetails

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Verlag: Egmont Ink (07.04.2016)
ISBN: 978-3-86396-081-0
Preis: 14,99€, 320 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Rumo & die Wunder im Dunkeln« von Walter Moers ♥

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Selbst die größten Helden haben klein angefangen.

Rumo – der Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« – macht sich selbstständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt das bislang spannendste, ergreifendste und komischste Werk von Walter Moers. – »Es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen« (Professor Doktor Abdul Nachtigaller). Hier geht’s zur Verlagsseite und zur Leseprobe →

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Piper Verlag)

Meine Meinung

Ich kann gar nicht sagen wie oft ich »Rumo« schon gelesen und als Hörbuch gehört habe, aber es ist wirklich immer wieder aufs Neue ein großes Abenteuer! »Rumo« gehört zu meinen absolut liebsten Büchern. Das Buch hat mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber ich finde es dennoch lohnenswert ein paar Worte zu diesem immer noch wahnsinnig faszinierenden Buch zu schreiben.

»Rumo« erzählt die Geschichte eines kleinen Wolpertingers, der zunächst bei einer Fernhachen-Bauernfamilie aufwächst. Doch eines Tages kommen, zu Rumos völliger Verwirrung, Teufelsfelszyklopen auf den Hof und entführen ihn und seine ganze Familie. So beginnt sein Weg als intelligenter Wolpertinger, der seinem Herzen, seiner Nase und dem silbernen Band folgt.

Der Wolpertinger

Ein Wolpertinger ist im klassischen Sinne ein Fabelwesen, das Anteile von verschiedenen Tieren in sich vereint. Zum Beispiel ist das Bild von Albrecht Dürer sehr bekannt, welches ein Kaninchen mit Flügeln und Geweih zeigt. In Moers Universum sind Wolpertinger eine Mischform aus sehr großen Hunden oder Wölfen, die Geweihe tragen und in der Regel aufrecht gehen. Mich hat der Wolpertinger sehr fasziniert, wird er in Moers Büchern doch als sehr stark und zuweilen auch sehr gefühlvoll beschrieben. Rumo ist – natürlich –  ein ganz besonderes Exemplar seiner Art und er ist ein richtiger Held!

Wer schon mal ein Buch aus dem Zamonien-Universum gelesen hat, kennt die Vielfalt der Wesen in Moers Büchern. Wer noch kein Buch von ihm gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen. Man sollte sie wirklich nicht verpassen!

Ob Teufelsfelszyklopen, Laubwölfe, Natiftoffen, Fernhachen, Eydeeten, Wolpertinger, Haifischmaden, die kupfernen Kerle, Nebelheimer, die unvorhandenen Winzlinge, Blutschinken, Lindwürmer, Hundlinge, Homunkel, Nurnen…  Rumo, der Wolpertinger, begegnet auf seinem Abenteuer einer Menge seltsamer Wesen und Daseinsformen.

Ich bewundere einfach den riesigen Einfallsreichtum, den der Autor Walter Moers an den Tag legt. Ich kenne keinen Autor der so viel abschweift und dennoch so spannend und unterhaltsam und mitreißend schreibt. Jedes Buch von ihm ist ein riesiges buntes Abenteuer, voller Spannung, Humor, Fantasie, einfach wundervoll! Die Welt von Hildegunst von Mythenmetz, Zamonien und all seine Daseinsformen ist so vielfältig, so verrückt und skurril und die Mischung aus große Gefühlen und abenteuerlichen Ereignissen, macht es unvergesslich.

Rumo ist mein Favorit unter den Büchern von Walter Moers und generell eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Rumo ist die Kirsche auf der Sahne, doch auch viele andere Bücher des Autors kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen: »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär«, »Der Schrecksenmeister« und »Die Stadt der träumenden Bücher«. Die Bücher stammen alle aus dem Zamonien-Universum und es ist immer wieder spannend, Charakteren, aus den anderen Büchern, über den Weg zu laufen. Besonders die Haifischmade Smeik ist immer wieder für eine Überraschung gut!

Das Hörbuch & Illustrationen

Man merkt, ich bin sehr begeistert von dem Buch und zum Glück ist das Hörbuch ungekürzt und von Dirk Bach klasse gesprochen. Ein Aspekt, den ich an Walter Moers Büchern auch sehr gelungen finde ist, dass all seine Werke illustriert sind. Er zeichnet die meisten Daseinsformen und viele Orte, so dass man wirklich eine Vorstellung bekommt, denn es sind  unter anderem keine perfekten fantastischen Wesen, wie weiße Einhörner oder Elfen, sondern richtig verrückte, seltsame Gestalten darunter!

Fazit

»Rumo«, wie auch die anderen Bücher aus dem Zamonien-Universum, ist ein großes buntes Abenteuer, voller verrückter Kreaturen, großen Gefühlen und einem Helden mit einem Herz aus Gold. Der Einfallsreichtum des Autors ist kaum in Worte zu fassen und die Geschichte ist einfach rund. Jeder der auch nur ein wenig für Fantasy & Abenteuer übrig hat sollte das Buch gelesen haben.

 

 

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