Archive of ‘Kurzgeschichte’ category

Rezension: »Akte X – Vertrauen Sie niemandem« zusammengestellt von Jonathan Maberry

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Inhalt

17 Top-Autoren, 15 spannende Fälle, 15 brandneue X-Akten!

Wir alle wollen es glauben. Die Wahrheit ist weiterhin irgendwo da draußen. Die X-Akten wurden erneut geöffnet. Serienschöpfer Chris Carter hat neue Ermittlungen genehmigt – seltsame, verrückte und mysteriöse Fälle warten auf Scully und Mulder. Das Duo setzt seine Reise ins Dunkle fort – die beiden stellen sich Aliens, Monstern, Schattenregierungen und Verschwörungen.

New-York-Times-Bestsellerautor und Bram-Stoker- Award-Gewinner Jonathan Maberry hat einige der Top-Autoren der heutigen Zeit versammelt (u.a. Kevin J. Anderson, Max Allan Collins, Brian Keene, Tim Lebbon). Herausgekommen ist eine spannungsgeladene Sammlung von brandneuen Akte-X-Fällen.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Cross Cult Verlag)

Meine Meinung

»Akte X – Vertrauen Sie niemandem«, ist eine Anthologie aus 15 Kurgeschichten von insgesamt 17 Autoren. Die Geschichten stehen auf jeden Fall im Kontext zur Serie, unterscheiden sich aber sehr vielfältig in ihrem zeitlichen Rahmen und auch in der Perspektive, aus der die Geschichten erzählt werden. Da die Geschichten überwiegend aus Mulders und Scullys Perspektive erzählt wurden, war es sehr interessant, dass ein paar Geschichten aus Skinners Sicht berichtete wurden. Es war sehr spannend, mehr aus seiner Vergangenheit und seinem persönlichen Umfeld zu erfahren und wie er Spooky Mulder und die skeptische Scully betrachtet.

Zweifel und Vorfreude

Als ich das Buch in der Hand gehalten habe, habe ich mich vor dem Lesen schon gefragt, ob es mich enttäuschen oder begeistern würde. Das Cover, dunkel und mit dem klassischen Scully & Mulder Bild auf der Vorderseite, war schon mal sehr verheißungsvoll. Doch als Akte X Fan habe ich befürchtet, dass diese wunderbar mysteriöse und spannende / gruselige Atmosphäre im Buch nicht deutlich werden würde oder das Scully und Mulder sich von ihren Serienoriginalen unterscheiden, oder, oder, oder …

Doch nun, nachdem ich alle 15 Geschichten gelesen habe, kann ich sagen, ich  bin wirklich begeistert von dem Buch. Jede Geschichte war ein kleines Abenteuer in typischer Akte X Manier! Natürlich gefallen einem diese oder jene Geschichten besser als andere, aber es war keine Geschichte dabei, die mich gar nicht angesprochen hat. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass viele der Geschichten richtig gruselig waren und viel Horror zu bieten hatten. Ob Werwölfe, Krokodilmenschen, Aliens oder Werratten, die Autoren der 15 Geschichten haben alle Register gezogen.

Fazit

»Akte X – Vertrauen Sie niemandem« ist ein echt super spannendes, gruseliges Buch voller Action, Humor und vieler Anspielungen auf die TV-Serie. Mir jedoch am wichtigsten: Das Buch und seine einzelnen Geschichten konnten sehr gut an die Stimmung aus der Serie anknüpfen: Der Zwiespalt zwischen Mulders Hoffnung und Glauben an das Übernatürliche und Scullys skeptische, wissenschaftliche Art, die gruselige, mysteriöse Atmosphäre und die super abwechslungsreiche Welt der X-Akten.

»I want to believe«

Das Buch ist sicherlich für jeden Akte-X-Fan empfehlenswert und auch für jene, die Akte X bisher nicht so kennen, die aber ein gruseliges, mysteriöses Buch zu schätzen wissen, sicherlich super!

Buchdetails

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Verlag:Cross Cult (22.03.2016)
ISBN: 978-3-86425-803-9
Preis: 16,99€, 400 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

 

Short Review: »Der letzte Zug« eine Kurzgeschichte von Marcus Hobbs

der_letzte_zug_cover_grossAndrew Parker pendelt seit Monaten mehrere Stunden am Tag zwischen seiner Familie und seinem Arbeitsplatz hin und her. Der Stress und die wenige Zeit die ihm bleibt, fressen ihn regelrecht auf. Dies ist wieder einer dieser Tage, an denen er bis spät nachts im Büro bleibt. Er nimmt den letzten Zug nach Hause – doch die Fahrt nimmt ein jähes Ende, als ein vermeintlicher Zugunfall sich in einen grauenvollen Albtraum verwandelt.

»Der letzte Zug« ist eine Horror-Kurzgeschichte des deutschen Autors Marcus Hobbs. Die Geschichte handelt von einem Pendler, dem auf seinem Heimweg von seiner Arbeit etwas Unheimliches Geschieht. Der Pendler Andrew ist genervt, viel Arbeit, die langen Wege zur Arbeit mit dem Zug. Er ist spät dran und seine Frau wartet schon. Ein klassischer Tag im Leben vieler Pendler. Doch auf das, was im Zug geschieht ist er nicht vorbereitet.

Vielen Dank, an dieser Stelle an Marcus Hobbs, der mir freundlicherweise seine Kurzgeschichte als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat. Wenn ihr mehr über den Autor Marcus Hobbs und seine Geschichten erfahren wollt könnt ihr ihn unter Facebook → oder Twitter → besuchen.

Meine Meinung

Inhalt

Andrew ist genervt, gereizt und will nur nach Hause. Schon die Schaffnerin, die ihn jeden einzelnen Tag nach seinem Ticket fragt nervt ihn, als plötzlich der Zug eine Vollbremsung macht. Was ist geschehen? Ein Unfall, technisches Versagen, oder ist vielleicht sogar jemand vor den Zug gesprungen: ein Selbstmord? Das Licht fällt aus, die Türen klemmen und draußen ist es stockdunkel. Geräusche ertönen und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Der Ansatz der Geschichte, das Setting und die Atmosphäre waren in meinen Augen gut gelungen. Ein Zug der im nirgendwo, in stockdunkler Nacht stehen bleibt, das kann einen schon gruseln, wenn dann noch ein eventueller Selbstmord, seltsame Geräusche und unheimliche Wesen dazu kommen, wird es wirklich Horror!

Zu Beginn sitzt Andrew noch in seinem Büro am Schreibtisch und man verfolgt seine innere Haltung, seine genervte Stimmung wegen des Pendelns, seines kürzlichen Jobwechsels und der wenigen freien Zeit, wird sehr gut nachvollziehbar rüber gebracht.

Trotz der einfachen Umgebung im Zug, gab es immer wieder sehr spannende Momente, insgesamt würde ich Geschichte als mittelmäßig spannend und unterhaltsam einordnen.

Mir sind während des Lesens ein paar logische Ungereimtheiten aufgefallen. Zum Beispiel ist die Haltung des Protagonisten Andrews nicht immer so klar. Nachdem der Zug gestoppt hat, hat sich Andrew im Zug bewegt, doch der Autor lässt manches aus, z.B. wird irgendwann gesagt, dass sich Andrew aufrichtet, aber er hat sich vorher gar nicht hingesetzt oder gehockt. An einer anderen Stelle wird die Zugbegleiterin als pummelig beschrieben und später als zierlich. Solche Ungereimtheiten sind eigentlich nur Kleinigkeiten, wenn sie sich anhäufen, kann es jedoch das Lesevergnügen beinträchtigen.

Stil & Ausdruck

Das erste Manko was ich in der Kurzgeschichte gesehen habe waren Wortwiederholungen. An einer Stelle hat der Autor mehrere Nebensätze mit „dann … dann … dann … dann … “ aneinander gereiht. Außerdem gab es ein paar wenige Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, die mir aufgefallen sind.

Auch wenn der Autor oft sehr gebräuchliche Ausdrücke verwendet hat, wie ein Schauer auf dem Rücken, Schmerzen wie Nadelstiche oder endlose Leere, war die Atmosphäre in dieser kurzen Geschichte sehr greifbar und gut gemacht. Der Stil war insgesamt sehr flüssig, so dass man die Geschichte in einem Rutsch weg lesen konnte.

Fazit

Eine Horror-Kurzgeschichte, die mit einer tollen Atmosphäre und einem vielversprechenden Setting startet, die jedoch leider zwischenzeitlich etwas schwächelt. Ohne zu viel Spoilern zu wollen, hat sich für mich die Spannung leider ab dem Zeitpunkt ziemlich abgebaut, an dem das Wesen aufgetaucht ist. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich mich nicht mehr wirklich in die Geschichte rein versetzen.

Fazit: insgesamt für mich eine mittelmäßig spannende Kurzgeschichte. Vielleicht noch ausbaufähig. Wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis mit in Betracht zieht, jedoch absolut angemessen.

Buchdetails

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Verlag: BoD E-Short; Auflage: 1 (16. September 2015)
Format: Kindle Edition, 25 Seiten
ASIN: B0151V78AW
Preis: 0,49 €

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