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Rezension: »Grabeskind« von Kate Rhodes

Inhalt

Jude Shelley, die Tochter eines hochrangigen Politikers, hatte ihr ganzes Leben vor sich. Bis zu der Nacht, in der ein brutaler Serienmörder sie angreift. Schwer verletzt lässt er sie in der Themse zurück. Wie durch ein Wunder überlebt sie – ist jedoch schwer entstellt. Ihre Familie bittet Psychologin Alice Quentin, den Fall zu übernehmen. Wenig später wird am Westminster Pier die Leiche eines Priesters angespült. Der Fluss hat schon immer Opfer gefordert, aber nun scheint ein Mörder nachzuhelfen. Alice ist sich sicher, dass Jude und ihre Familie mehr wissen, als sie sagen. Aber wenn sie ihnen ihr Geheimnis nicht entlocken kann, wird es weitere Tote geben …

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Ullstein Verlag )

Meine Meinung

Quereinstieg in die Alice-Quentin-Reihe

»Grabeskind« ist der 4. Fall für die Psychologin Alice Quentin, die mit der Polizei in London zusammen arbeitet. Für mich das erste Buch von Kate Rhodes und somit steige ich mitten drin in Alice Quentins Geschichte ein. Teilweise war das weniger vorteilhaft, weil insbesondere die persönlichen Geschichten der Charaktere in den Büchern aufeinander aufbauen, allerdings war es auch nicht wirklich störend, da ich nicht das Gefühl hatte viel verpasst zu haben.

Der Fall

In »Grabeskind« wird Alice Quentin mit einem ziemlich fiesen Fall beauftragt. Die Tochter eines Politikers wird von einem Unbekannten angegriffen, schwer verletzt und verunstaltet und schließlich am Ufer der Themse abgelegt. Doch die Polizei konnte auch Monate später keinen Täter finden. Nun soll Alice Quentin sich dem Fall annehmen. Kein leichtes Unterfangen für Alice, zumal noch eine Leiche am Rand der Themse angespült wird und der Zeitdruck schwer auf ihr lastet.

Mein erster Eindruck von »Grabeskind« war der, dass ich ein wirklich spannendes, gut geschriebenes und fesselndes Buch vor mir habe und dieser Eindruck hat sich auch bis zum Ende gehalten. Von Zeit zu Zeit, hatte ich das Gefühl, sehr bekannte Motive in der Geschichte zu erkennen. Beispielsweise eine Liebelei zwischen Alice und einem Beamten der Polizei, oder dass Alice persönlich in das Netz des Täters hinein gezogen wird. Doch insgesamt hat mich die Geschichte sehr überzeugt. Für mich ist ein Buch gut, wenn es mich unterhält, für Nervenkitzel sorgt und wenn ich mit rätseln kann wer denn nun der Bösewicht ist, und dies alles trifft auf jeden Fall auf »Grabeskind« zu. Mit Sicherheit werde ich noch mehr von Kate Rhodes lesen.

Dr. Alice Quentin ist ein sympathischer Charakter. Sie ist Psychologin, gut in ihrem Job, doch privat verkraftet sie noch ein paar Enttäuschungen, insbesondere eine die mit dem leitenden Ermittler ihres neuen Falls zusammen hängt: Don Burns. Als Alice ihren neuen Job annimmt, wird sie ins kalte Wasser geschmissen. Was beginnt wie eine persönliche Attacke auf die junge Jude Shelley, zieht nach und nach immer weitere Kreise, ein Priester wird ermordet, mysteriöse Artefakte tauchen auf und Alice steht vor der Frage, was für eine Rolle die Shelleys bei der ganzen Sache spielen.

Fazit

»Grabeskind« ist ein wirklich spannender Kriminalroman, der an der ein oder anderen Ecke ein Standard-Krimi-Motiv bringt, an anderer Ecke wider rum aber mit sympathischen Charakteren und einer sehr spannenden und verworrenen Story punktet. Mich hat das Buch super unterhalten und der flüssige Stil macht das Lesevergnügen rund.

Buchdetails / Reiheninfo

Die Alice-Quentin-Reihe:

  1. Im Totengarten
  2. Blutiger Engel
  3. Eismädchen
  4. Grabeskind

 

Verlag: Ullstein Verlag (02. Dezember 2016)
ISBN: 9783548288413
Preis: PB 9,99 € , 496 Seiten

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© Edge of the wild – 2017

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