Archive of ‘Horror’ category

Rezension: »Zwietracht – Mörderische Freundschaft« von Tanja Hanika

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Eine Schriftstellerin ohne Ideen.

Eine verschlossene Tür ohne Schlüssel.

Eine beste Freundin ohne Gnade.

Lina verbringt ein paar Urlaubstage in einer Hütte im Wald, um ihre Schreibblockade zu überwinden. Dort gibt es allerdings eine Tür, die sich weigert, das preiszugeben, was sie verbirgt. Linas beste Freundin Millie begleitet sie in den Schreiburlaub, doch gerade sie ist es, die Lina mit ihrem seltsamen und bedrohlichen Verhalten vollends aus der Bahn wirft. Was hat Lina allein mit ihrer besten Freundin im Wald zu befürchten? (Quelle: Homepage Tanja Hanika →)

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Tanja Hanika)

Inhalt

»Zwietracht – Mörderische Freundschaft« spielt in einer kleinen abgelegenen Hütte im Wald. Zwei Freundinnen wollen ein paar Tage raus aus ihrem Alltag und gemeinsam Urlaub machen. Sie buchen die Hütte und sind voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Lina ist Autorin, aber schwer gequält von einer Schreibblockade, welche sie hofft in der „Wildnis“ überwinden zu können. Millie ist – bislang – Hobbyfotografin und nutzt den Urlaub um jede Menge toller Motive vor die Linse zu bekommen.

Die kleine Hütte im Wald ist rustikal, dunkel und im Inneren gibt es eine verschlossene Tür, die Millie und insbesondere Lina ganz kribbelig macht. Doch beide sind erst mal nicht übermäßig besorgt und widmen sich sogleich ihren jeweiligen Tätigkeiten.

Nach und nach verändert sich die Stimmung zwischen den beiden Freundinnen und Anspannung und Misstrauen macht sich breit. Die unheimliche Atmosphäre in der kleinen Hütte im Nirgendwo beflügelt Linas Fantasie, macht sie aber auch ganz schön nervös.

Die Autorin: Tanja Hanika

Foto: © Dieter Pfingstmann

Foto: © Dieter Pfingstmann

Geboren wurde Tanja Hanika 1988 in Speyer. Sie wuchs im Großdorf Haßloch auf, bevor sie ab 2008 Germanistik und Philosophie an der Universität Trier studierte. Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich nicht nur für das Lesen, sondern auch für das Schreiben. Ein besonderes Buch, in ihrer Kindheit, war die Kinderversion von Bram Stokers “Dracula”.

Angefangen mit Kurzgeschichten, widmet sich Tanja Hanika heute dem Schreiben von Büchern, wobei das Genre “Horror” ihre Stärke und ihre Vorliebe ist. Ihre Bücher sind als E-Books und Taschenbücher erhältlich.

Alle Bücher und noch mehr Infos über Tanja Hanika findet ihr hier auf ihrer Homepage →

Meine Meinung

Letztes Jahr habe ich bereits »Redthorne Castle« von der Autorin Tanja Hanika gelesen und war sehr begeistert. Als Tanja Hanika anbot mir ein Rezensionsexemplar von ihrem neuen Horrorroman zu schicken war ich sofort begeistert, denn »Redthorne Castle« hatte mir wahnsinnig gut gefallen. An dieser Stelle also ein dickes Danke an Tanja Hanika! ♥

Simple Motive – abgedroschen oder wirkungsvoll?

Mein erster Gedanke, als ich so langsam in das Buch hinein gefunden hatte war, dass »Zwietracht« mit sehr vielen relativ simplen Motiven spielt. Da wäre die Angst vor der Dunkelheit und Abgeschiedenheit, die einsame Hütte im Wald, die Angst war hinter der verschlossenen Tür lauern könnte, seltsame Geräusche in der Nacht.

Dies alles sind keine völlig neuen Motive, sondern sie wurden allesamt in unzähligen Varianten wieder und wieder verwendet und verarbeitet. Jetzt stellt sich die Frage, sind diese Motive einfach nur abgedroschen? Oder ist »Zwietracht« vielleicht doch ein spannender Roman, der diese Motive neu belebt?

Ich habe mich für Letzteres entschieden. Ich fand grade diese relativ schlichten Motive sehr wirkungsvoll. Tanja Hanika versteht es, mit einem simplen Setting, einen super schaurigen Roman zu erschaffen, dessen Atmosphäre einem unter die Haut geht! Das Buch ist kein Äquivalent zum Splatter-Movie in dem stumpf eine Horde Jugendlicher in einer Hütte im Wald abgemurkst wird, sondern ein Horrorroman der spannender und eindringlicher nicht hätte sein können.

Perspektiven

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die jeweils circa ein Drittel des Buches umspannen. Der erste Teil ist aus Linas Perspektive erzählt, wie sie die ersten Tage ihres Urlaubs erlebt. Der zweite Teil beschreibt Millies Sicht der Dinge, wie sie die gleichen ersten Tage erlebt und schließlich folgt ein Teil, der abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt ist und den Zeitraum nach diesen ersten Tagen erzählt.

Als Lina und Millie an ihrem Urlaubsziel ankommen sind sie unzertrennliche beste Freundinnen, schon seit Ewigkeiten. Direkt am ersten Abend schafft Lina es ihre Schreibblockade abzulegen und fängt ihren neuen Roman an. Als sie Millie später stolz ihr Ergebnis präsentiert, kommen die ersten Spannungen auf. Millie reagiert völlig unverschämt auf die ersten Seiten des neuen Romans. Sie fragt Lina sogar ob dies ein schlechter Scherz sei. Lina ist gekränkt und für sie ist klar ihre beste Freundin kann ihr ihren Erfolg einfach nicht gönnen. Sie ist neidisch. In den nächsten Tagen entdeckt Lina immer mehr Anzeichen dafür, dass Millie etwas ausheckt, und es keimt sogar die Angst auf, dass Millie ihr etwas antun könnte. Zugleich geht eine unheimliche Anziehungskraft von der verschlossenen Tür aus. Wird das Geheimnis hinter dieser Tür die beiden Freundinnen trennen?

Die Situation steigert sich und steigert sich und wird extrem spannend. Als dann der Perspektivenwechsel kam, war ich erst etwas enttäuscht weil genau die gleiche Geschichte quasi noch einmal erzählt wurde. Doch nach wenigen Seiten wurde es einfach genial. Es gibt in einem Roman, oder auch der Wirklichkeit, immer einen gewissen Pool an Fakten, was darüber hinaus passiert, oder wie die Fakten interpretiert werden liegt beim Betrachter. So kann eine Situation von zwei Charakteren völlig verschieden wahrgenommen werden und mit diesem Prinzip wurde sehr geistreich gespielt in diesem Roman. Ich war wahnsinnig gespannt und schließlich überrascht wie das Buch ausgeht!

Fazit

»Zwietracht – Mörderische Freundschaft« ist ein sehr gelungener Horrorroman, der mit einem einfachen Setting eine unglaublich spannende und schaurige Atmosphäre herauf beschwört. Die Geschichte der beiden Freundinnen geht unter die Haut und der super flüssige Stil der Autorin macht das Buch zu einer fesselnden Unterhaltung. Ich hätte das Buch in einem Rutsch gelesen, wenn mein Körper nicht blöderweise nach Schlaf gegiert hätte!

Buchdetails

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Verlag: Self-Publishing über Amazon (8. September 2016)
ISBN: 978-1537237626
Preis: TB 11,99€ , 188 Seiten

Homepage →

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Akte X – Vertrauen Sie niemandem« zusammengestellt von Jonathan Maberry

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Inhalt

17 Top-Autoren, 15 spannende Fälle, 15 brandneue X-Akten!

Wir alle wollen es glauben. Die Wahrheit ist weiterhin irgendwo da draußen. Die X-Akten wurden erneut geöffnet. Serienschöpfer Chris Carter hat neue Ermittlungen genehmigt – seltsame, verrückte und mysteriöse Fälle warten auf Scully und Mulder. Das Duo setzt seine Reise ins Dunkle fort – die beiden stellen sich Aliens, Monstern, Schattenregierungen und Verschwörungen.

New-York-Times-Bestsellerautor und Bram-Stoker- Award-Gewinner Jonathan Maberry hat einige der Top-Autoren der heutigen Zeit versammelt (u.a. Kevin J. Anderson, Max Allan Collins, Brian Keene, Tim Lebbon). Herausgekommen ist eine spannungsgeladene Sammlung von brandneuen Akte-X-Fällen.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Cross Cult Verlag)

Meine Meinung

»Akte X – Vertrauen Sie niemandem«, ist eine Anthologie aus 15 Kurgeschichten von insgesamt 17 Autoren. Die Geschichten stehen auf jeden Fall im Kontext zur Serie, unterscheiden sich aber sehr vielfältig in ihrem zeitlichen Rahmen und auch in der Perspektive, aus der die Geschichten erzählt werden. Da die Geschichten überwiegend aus Mulders und Scullys Perspektive erzählt wurden, war es sehr interessant, dass ein paar Geschichten aus Skinners Sicht berichtete wurden. Es war sehr spannend, mehr aus seiner Vergangenheit und seinem persönlichen Umfeld zu erfahren und wie er Spooky Mulder und die skeptische Scully betrachtet.

Zweifel und Vorfreude

Als ich das Buch in der Hand gehalten habe, habe ich mich vor dem Lesen schon gefragt, ob es mich enttäuschen oder begeistern würde. Das Cover, dunkel und mit dem klassischen Scully & Mulder Bild auf der Vorderseite, war schon mal sehr verheißungsvoll. Doch als Akte X Fan habe ich befürchtet, dass diese wunderbar mysteriöse und spannende / gruselige Atmosphäre im Buch nicht deutlich werden würde oder das Scully und Mulder sich von ihren Serienoriginalen unterscheiden, oder, oder, oder …

Doch nun, nachdem ich alle 15 Geschichten gelesen habe, kann ich sagen, ich  bin wirklich begeistert von dem Buch. Jede Geschichte war ein kleines Abenteuer in typischer Akte X Manier! Natürlich gefallen einem diese oder jene Geschichten besser als andere, aber es war keine Geschichte dabei, die mich gar nicht angesprochen hat. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass viele der Geschichten richtig gruselig waren und viel Horror zu bieten hatten. Ob Werwölfe, Krokodilmenschen, Aliens oder Werratten, die Autoren der 15 Geschichten haben alle Register gezogen.

Fazit

»Akte X – Vertrauen Sie niemandem« ist ein echt super spannendes, gruseliges Buch voller Action, Humor und vieler Anspielungen auf die TV-Serie. Mir jedoch am wichtigsten: Das Buch und seine einzelnen Geschichten konnten sehr gut an die Stimmung aus der Serie anknüpfen: Der Zwiespalt zwischen Mulders Hoffnung und Glauben an das Übernatürliche und Scullys skeptische, wissenschaftliche Art, die gruselige, mysteriöse Atmosphäre und die super abwechslungsreiche Welt der X-Akten.

»I want to believe«

Das Buch ist sicherlich für jeden Akte-X-Fan empfehlenswert und auch für jene, die Akte X bisher nicht so kennen, die aber ein gruseliges, mysteriöses Buch zu schätzen wissen, sicherlich super!

Buchdetails

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Verlag:Cross Cult (22.03.2016)
ISBN: 978-3-86425-803-9
Preis: 16,99€, 400 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

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Rezension: »Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod« von Daniel Mosmann

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Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr.
Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten?
Nach „Kastanien und Knochen“ sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern den Schlaf rauben lassen.

Meine Meinung

»Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod« ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten. Die Geschichten, die sich in der Länge stark unterscheiden, erzählen Grusel- und Spukgeschichten.

Mir hat sehr gut gefallen, dass sich die Geschichten im Stil sehr unterschieden haben. Es ist schon beachtlich, so verschiedene Stimmungen aufkommen zu lassen. Gemeinsam haben die Geschichten allerdings, dass sie durchweg ziemlich finster und gruselig sind. Teilweise sind die Geschichten modern erzählt und teilweise wie aus vergangenen Tagen.

Mir persönlich hat „Oben auf dem Knochenberg“ am besten gefallen. Die Geschichte war unwahrscheinlich gruselig, ich hatte eine Gänsehaut und da ich es nachts gelesen habe, war auch jedes Geräusch in der Stille plötzlich verdächtig.

Die Geschichte handelt von einem Reisenden, der im Schwarzwald in einer Burgruine übernachten will und dabei der vermeintlichen Spukgestalt begegnet, die laut Reiseführer die Burgruine heimsucht. Ein ganz klassisches Thema für eine Gruselgeschichte, in der Art, wie man sie sich am Lagerfeuer erzählt, aber so spannend, dass eine richtig , gruselige Atmosphäre entsteht. Die Geschichten haben durchaus oft behandelte Themen zu Grunde liegen, aber wirken nie nacherzählt oder dergleichen, sondern haben immer etwas besonderes, eigenes an sich.

Fazit

Das Buch hält was es verspricht: schaurig, schöne Unterhaltung mit einem hohen Gruselfaktor. Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen, manche mehr, manche weniger. Aber das, finde ich, ist auch das Schöne an so einer Sammlung von Kurzgeschichten. Jeder wird seine Favoriten haben, doch die Vielfalt der Geschichten, sowie der unterschiedliche Stil (mal etwas moderner erzählt, mal etwas antiquierter) macht es interessant und lesenswert.

Links

Wenn ihr neugierig geworden seid findet ihr hier die Website des Autors, Daniel Mosmann →

Außerdem gibt es noch ein weiteres Buch von Daniel Mosmann: »Von Kastanien und Knochen« →

Buchdetails

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Verlag: edition subkultur (1. Juli 2015)
ISBN: 978-3943412192
Preis: 13€, 200 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2016

 

Rezension: »Redthorne Castle« von Tanja Hanika

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England 1898 – Die junge Schriftstellerin Joanne Hadley wähnte sich im Paradies:

Mit Gleichgesinnten ist sie zu einem Treffen auf Redthorne Castle geladen, um gemeinsam Literatur zu schaffen. Doch einer nach dem anderen stirbt und es gibt wegen der defekten Zugbrücke kein Entrinnen. Für Joanne gilt es, herauszufinden, was in dem Gemäuer vor sich geht. Kann sie sich und die anderen vor dem Tod bewahren, der im alten Gemäuer umgeht? (Quelle: tanja-hanika.de→)

Inhalt

Joanne Hadley, eine junge Schriftstellerin aus London, reist zum Redthorne Castle um sich mit anderen Schriftstellern zu einem kreativen Austausch zu treffen. Die junge Frau, der in naher Zukunft eine arrangierte Ehe droht, ist überglücklich an diesem Treffen teilnehmen zu dürfen, wer weiß wie lange sie noch schreiben darf! Die Burgherrin und der Burgherr sind ihr wie eine zweite Familie, denn sie hat viel Zeit in ihrer Kindheit auf der Burg verbracht Das alte Gemäuer und seine Bewohner kennt sie sehr gut und freut sich nach längerer Abwesenheit zurück zu kehren. Doch ihr Hochgefühl wird schnell getrübt, denn Unheimliches geht in der Burg vor sich. Ein alter Professor, der ebenfalls an dem Treffen teilgenommen hat stirbt in seinem Bett. Ist es ein natürlicher Tod oder hat da jemand seine Finger im Spiel? Als sie dann auch noch in der Burg eingeschlossen werden, weil die Zugbrücke aus unerklärbaren Gründen zerstört wird, macht sich Angst und Gereiztheit bei den Teilnehmern breit. Die Geschichte eines Geistes geht um und gemeinsam mit Hunter Albee, ebenfalls einem jungen Schriftsteller aus London, macht sich Joanne daran, das Geheimnis zu lüften.

Über die Autorin

Foto: Dieter Pfingstmann

Foto: Dieter Pfingstmann

Geboren wurde Tanja Hanika 1988 in Speyer. Sie wuchs im Großdorf Haßloch auf, bevor sie ab 2008 Germanistik und Philosophie an der Universität Trier studierte. Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich nicht nur für das Lesen, sondern auch für das Schreiben. Ein besonderes Buch, in ihrer Kindheit, war die Kinderversion von Bram Stokers „Dracula“.

Angefangen mit Kurzgeschichten, widmet sich Tanja Hanika heute dem Schreiben von Büchern, wobei das Genre „Horror“ ihre Stärke und ihre Vorliebe ist. Ihre Bücher sind als E-Books und Taschenbücher erhältlich.

Neben dem Schreiben begeistert sich Tanja Hanika für das Lesen, Reisen und probiert gerne auch mal etwas Neues aus, zurzeit die neue Sportart: Zumba. Tanja Hanika lebt mit ihrer Familie in der schönen Eifel.

Meine Meinung

Zuerst einmal fand ich die Idee zu dem Buch total spannend. Eine Gruppe Schriftsteller, die sich zusammen finden um gemeinsam kreativ zu sein. Eine andere Epoche, eine alte Sprache. Ein Geheimnis, Spuk und Grusel. Und ein Geist? Und das alles auf einer alten Burg! Das kann nur gut werden!

Cover & Layout

Das Cover ist sehr düster gehalten, und die Fledermäuse sind natürlich ein klassisches Symbol im Horror- und Grusel-Genre. Dazu eine altertümlich anmutende Schrift für den Titel, in Blutrot und die Burg, auf der der Roman spielt. Das passt alles sehr gut zur Thematik des Buches. Wenn man das Buch in Händen hält merkt man erst, dass der Einband sich richtig samtig anfühlt. Ein sehr schönes Cover!

Der Roman ist aus der Sicht der verschiedenen Teilnehmer geschrieben, wobei die Perspektive von Joanne und Hunter in den Vordergrund rücken. Was ich sehr gut fand, war, dass vorne im Buch ein Inhaltsverzeichnis mit den Kapiteln abgedruckt war. Ich finde es persönlich immer gut, wenn man mal nachschlagen kann, wo man sich im Buch gerade befindet. Außerdem gab es ein Register mit allen Personen und einer kurzen Beschreibung.

Handlung

Die Geschichte beginnt mit einem Treffen von Schriftstellern und wird dann zur Jagd nach dem möglichen Täter, der an den mysteriösen Toden Schuld hat. Zu Beginn eine freudige Atmosphäre voller Kindheitserinnerungen, Treffen von Freunden und Gleichgesinnten, entwickelt sie sich schnell ins Negative. Die Anwesenden werden immer unruhiger, das Schriftstellerische Werkeln tritt in den Hintergrund und eine gruselige Stimmung kommt auf. Das Buch hat mich ein wenig an Cluedo erinnert. Jeder könnte es gewesen sein. Es gibt viele Motive, denn Streitigkeiten unter den Teilnehmern waren von Anfang an ein Thema. Durch den Wechsel der Perspektiven kam jeder mal an die Reihe und man konnte das Geschehen aus vielen Blickwinkeln verfolgen. Als die Tode dann zunehmen, erhält sie Handlung dann einen Hauch von Sherlock Holmes. Joanne und Hunter nehmen sich vor, die Todesfälle aufzuklären und dem Spuk ein Ende zu bereiten. Immer wieder tauchen Geschichten über die vorherigen Bewohner der Burg auf. Besonders eine Dame scheint noch wichtig zu werden.

Charaktere

Die zentralen Charaktere, in der Vielzahl von Charakteren sind, Joanne Hadley und Hunter Albee. Besonders Joannes Perspektive rückt in den Vordergrund, mit ihr beginnt das Buch und mit ihr endet es. Sie ist eine junge Frau, die das Schreiben liebt und der eine arrangierte Ehe und damit das Ende ihrer schriftstellerischen Laufbahn droht. Dieses Treffen sieht sie selber als ihre letzte Chance. Doch dann trifft sie auf Hunter Albee, der ihre Leidenschaft für das Schreiben teilt und der ebenfalls in London lebt. Zuerst ist sie zurückhaltend und will von Männern nichts wissen, da eine lieblose Ehe doch viel zu nah ist. Doch sie kann nicht umhin Hunter sympathisch zu finden und auch Hunter findet die hübsche junge Schriftstellerin sehr anziehend.

Die anderen Charaktere sind ein bunter Haufen, aus ganz vielfältigen Personen. Ein etwas nörgeliger Professor, eine berühmte Schriftstellerin, die Burgherrin und der Burgherr als Vertraute von Joanne, die Bediensteten, zu denen Joanne und auch Hunter eine gute Verbindung aus Kindertagen haben.

Fazit

Das Buch ist Literatur über Literatur, eine Mischung aus Cluedo und Sherlock Holmes, Geisterjagd und einem Hauch romantischer Stimmung. Absolut gelungen und spannend. Ich hab das Buch in wenigen Tagen gelesen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Sprache war der Zeit etwas angepasst und so konnte man sich richtig reinfühlen in den Charme und den Gruselfaktor der alten Burg. Man konnte den Spuk förmlich spüren und fühlte sich fast wie ein Teil der versammelten Gesellschaft. Das Buch ist weniger ein Horror- sondern vielmehr ein klassischer Gruselroman. Nicht übertrieben blutig sondern mehr auf eine gruselige Atmosphäre ausgerichtet und das wurde auch super umgesetzt.

Links

 

Buchdetails

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»Redthorne Castle«

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (25. September 2015)
Klappenbroschur: ~360 Seiten
ISBN: 978-1517127480
Preis: 9,99€
Website →

 

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