Archive of ‘Fantasy’ category

Rezension: »Verschwundene Seelen« von Annika Meyer

Verschwundene Seelen CoverInhalt

Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Auserwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können? Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben: Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Fabulus-Verlag)

Meine Meinung

Stil und Atmosphäre

Zu Beginn des Buches war mein erster Eindruck, dass das Buch locker zu lesen ist. Der Stil war schön und flüssig, doch nach und nach musste ich meinen ersten Eindruck revidieren. Mir ist immer wieder aufgefallen, dass Teile sehr genau und aneinandergereiht beschrieben wurden und andere Sachverhalte sehr flüchtig nur erwähnt wurden, so dass der Ablauf der Handlung teilweise holprig und die Zusammenhänge unschlüssig wurden. Andererseits gab es Abschnitte, in denen ich mich sehr wohl gut in die Geschichte hineindenken und -fühlen konnte.

Die Atmosphäre blieb aufgrund des Stils zu meinem Bedauern auf der Strecke. Die düstere Bedrohung durch das Böse wurde nicht deutlich genug dargestellt und so wurde auch der Kampfgeist, den die Jugendlichen an den Tag legten nicht nachvollziehbar.

Ideen und ihre Umsetzung

Inhaltlich sprüht das Buch vor fantastischen Ideen, einige sind geläufig, wie beispielsweise, dass eine Gruppe von Auserwählten gegen „das Böse“ kämpfen muss, andere hingegen waren ausgefallen und zeugen von großem Einfallsreichtum. Mir hat hier besonders die Idee von den wechselnden Augenfarben gefallen, deren Farbe die „Superkraft“ bestimmt, welche der Charakter innehat.

Doch auch hier ist mir aufgefallen, dass stückweise eine Idee die nächste jagt und viel Potenzial auf der Strecke bleibt, weil einiges sehr genau, anderes einfach zu oberflächlich erklärt wurde.

Charaktere

Den Begriff oberflächlich muss ich auch bei den Charakteren wieder anwenden. Mir hat eindeutig die Tiefe gefehlt. Die Charaktere waren sehr stereotypisch aufgebaut: Der Sportler, die Klassenzicke, der Nerd… Bis auf die Protagonistin, Alina, konnte ich mich nicht in die Charaktere einfühlen und empfand ihre Handlungsweisen oft als irritierend und schlicht unrealistisch. Um ein Beispiel zu nennen: Zu Beginn des Buches werden die sieben auserwählten Jugendlichen mit ihrem neuen Schicksal konfrontiert: Sie besitzen ab nun Superkräfte, werden zu Killern ausgebildet, müssen ihre Familien und Freunde verlassen und schließlich einen Krieg führen, gegen ein, nicht näher definiertes, Böses. Die Reaktion die ich erwartet habe, Angst, Frustration, rebellische Ablehnung, blieb größtenteils aus. Stattdessen haben die Jugendlichen, bis auf Alina, mit Ja und Amen ihr Schicksal akzeptiert und angenommen und sich allem gebeugt, was ihnen von einer fremden Frau aufgetischt wurde.

Fazit

Die Ideen zu diesem Buch waren wirklich schön und hatten Potenzial, doch wurden diese Grundgedanken sehr holprig und unausgereift umgesetzt. Das Ergebnis ist für mich nicht befriedigend. Ich habe eine spannende, fantasievolle Geschichte erwartet, aber mein Eindruck nach Beendigung des Buches war schlichtweg negativ. Trotz einiger wunderbarer Abschnitte, war das Buch insgesamt für mich zäh und unausgegoren und meine Freude am Lesen blieb leider aus.

Dennoch will ich auch meinen Respekt für die junge Autorin aussprechen. So jung ein eigenes Buch zu schreiben und zu veröffentlichen ist eine echte Leistung und ich wünsche ihr viel Mut und Ehrgeiz, dass sie weiterhin schreibt und irgendwann richtig Erfolg mit ihren Ideen feiern kann.

 

Buchdetails

Verschwundene Seelen_klein

 

Verlag: Fabulus-Verlag (01.03.2016)
ISBN: 978-3-944788-17-3
Preis: 16,95€, 340 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2016

 

Rezension: »Rumo & die Wunder im Dunkeln« von Walter Moers ♥

Rumo_gross

Selbst die größten Helden haben klein angefangen.

Rumo – der Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« – macht sich selbstständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt das bislang spannendste, ergreifendste und komischste Werk von Walter Moers. – »Es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen« (Professor Doktor Abdul Nachtigaller). Hier geht’s zur Verlagsseite und zur Leseprobe →

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Piper Verlag)

Meine Meinung

Ich kann gar nicht sagen wie oft ich »Rumo« schon gelesen und als Hörbuch gehört habe, aber es ist wirklich immer wieder aufs Neue ein großes Abenteuer! »Rumo« gehört zu meinen absolut liebsten Büchern. Das Buch hat mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber ich finde es dennoch lohnenswert ein paar Worte zu diesem immer noch wahnsinnig faszinierenden Buch zu schreiben.

»Rumo« erzählt die Geschichte eines kleinen Wolpertingers, der zunächst bei einer Fernhachen-Bauernfamilie aufwächst. Doch eines Tages kommen, zu Rumos völliger Verwirrung, Teufelsfelszyklopen auf den Hof und entführen ihn und seine ganze Familie. So beginnt sein Weg als intelligenter Wolpertinger, der seinem Herzen, seiner Nase und dem silbernen Band folgt.

Der Wolpertinger

Ein Wolpertinger ist im klassischen Sinne ein Fabelwesen, das Anteile von verschiedenen Tieren in sich vereint. Zum Beispiel ist das Bild von Albrecht Dürer sehr bekannt, welches ein Kaninchen mit Flügeln und Geweih zeigt. In Moers Universum sind Wolpertinger eine Mischform aus sehr großen Hunden oder Wölfen, die Geweihe tragen und in der Regel aufrecht gehen. Mich hat der Wolpertinger sehr fasziniert, wird er in Moers Büchern doch als sehr stark und zuweilen auch sehr gefühlvoll beschrieben. Rumo ist – natürlich –  ein ganz besonderes Exemplar seiner Art und er ist ein richtiger Held!

Wer schon mal ein Buch aus dem Zamonien-Universum gelesen hat, kennt die Vielfalt der Wesen in Moers Büchern. Wer noch kein Buch von ihm gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen. Man sollte sie wirklich nicht verpassen!

Ob Teufelsfelszyklopen, Laubwölfe, Natiftoffen, Fernhachen, Eydeeten, Wolpertinger, Haifischmaden, die kupfernen Kerle, Nebelheimer, die unvorhandenen Winzlinge, Blutschinken, Lindwürmer, Hundlinge, Homunkel, Nurnen…  Rumo, der Wolpertinger, begegnet auf seinem Abenteuer einer Menge seltsamer Wesen und Daseinsformen.

Ich bewundere einfach den riesigen Einfallsreichtum, den der Autor Walter Moers an den Tag legt. Ich kenne keinen Autor der so viel abschweift und dennoch so spannend und unterhaltsam und mitreißend schreibt. Jedes Buch von ihm ist ein riesiges buntes Abenteuer, voller Spannung, Humor, Fantasie, einfach wundervoll! Die Welt von Hildegunst von Mythenmetz, Zamonien und all seine Daseinsformen ist so vielfältig, so verrückt und skurril und die Mischung aus große Gefühlen und abenteuerlichen Ereignissen, macht es unvergesslich.

Rumo ist mein Favorit unter den Büchern von Walter Moers und generell eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Rumo ist die Kirsche auf der Sahne, doch auch viele andere Bücher des Autors kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen: »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär«, »Der Schrecksenmeister« und »Die Stadt der träumenden Bücher«. Die Bücher stammen alle aus dem Zamonien-Universum und es ist immer wieder spannend, Charakteren, aus den anderen Büchern, über den Weg zu laufen. Besonders die Haifischmade Smeik ist immer wieder für eine Überraschung gut!

Das Hörbuch & Illustrationen

Man merkt, ich bin sehr begeistert von dem Buch und zum Glück ist das Hörbuch ungekürzt und von Dirk Bach klasse gesprochen. Ein Aspekt, den ich an Walter Moers Büchern auch sehr gelungen finde ist, dass all seine Werke illustriert sind. Er zeichnet die meisten Daseinsformen und viele Orte, so dass man wirklich eine Vorstellung bekommt, denn es sind  unter anderem keine perfekten fantastischen Wesen, wie weiße Einhörner oder Elfen, sondern richtig verrückte, seltsame Gestalten darunter!

Fazit

»Rumo«, wie auch die anderen Bücher aus dem Zamonien-Universum, ist ein großes buntes Abenteuer, voller verrückter Kreaturen, großen Gefühlen und einem Helden mit einem Herz aus Gold. Der Einfallsreichtum des Autors ist kaum in Worte zu fassen und die Geschichte ist einfach rund. Jeder der auch nur ein wenig für Fantasy & Abenteuer übrig hat sollte das Buch gelesen haben.

 

 

Rezension: »E.J. und das Drachenmal« von Anika Oeschger

Drachenmal_gross

Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die 16-jährige Emilia Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik.

Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein … Quelle: Riverfield Verlag →

 (Cover-, Text- und Zitatrechte: Riverfield Verlag)

Die Autorin

Bild: Riverfield Verlag

Anika Oeschger, die Autorin des Buches, ist grade mal 17 Jahre jung, als sie ihren Debütroman »E. J. und das Drachenmal« schreibt. Sie ist 1997 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Sie ist Schülerin eines Gymnasiums und interessiert sich neben dem Schreiben für Sport und ist Pianistin.

Ich persönlich finde es wahnsinn, dass sie schon jetzt ein Buch geschrieben hat, das ein wirklich schöner Jugendroman geworden ist. Klasse Leistung! Ich bin gespannt was man in Zukunft noch von ihr hört!

 

 

 

Meine Meinung

Das Drachenmädchen und ihre Freunde

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, das sich erst mal als ganz normal ansieht. Sie geht zur Schule, hat etwas Kummer mit ihrem Freund und verbringt natürlich gerne Zeit mit ihren Freunden. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, auch wenn sie ihren Vater wenig sieht, weil dieser durch seinen Job an der Universität als Professor für Archäologie viel beschäftigt ist. Ihr besonderer Hintergrund: sie hat ihre Wurzeln in Schottland. Alles scheint seinen normalen Gang zu gehen, doch dann verändert ein Stein, den sie im Arbeitszimmer ihres Vaters findet ihre Welt. Es ist ein Fossil, dass sie beim Stöbern findet und sie denkt sich nichts dabei. Sie ärgert sich, dass sie sich an dem scharfen Stein in den Finger geschnitten hat und versteckt es wieder unter dem Papierkram ihres Vaters.

Tage später pocht ihr Finger immer noch. Hitzewallungen und ein seltsamer Ausschlag breiten sich aus, ist sie krank? Hat sie gar eine Blutvergiftung oder so etwas? Als sie schließlich im Krankenhaus in der Quarantäne landet und kein Arzt ihr sagen kann was ihr fehlt, wird ihr klar, dass mehr dahinter stecken muss! Sie trägt das Drachenmal und das bringt besondere Fähigkeiten und besondere Pflichten mit sich.

An dieser Stelle erinnere ich mich grade an ein Zitat aus dem Film Spiderman, Peter Parker über seine Fähigkeiten: »Aus grosser Kraft folgt grosse Verantwortung! Dies ist meine Gabe, mein Fluch! Wer ich bin? Ich bin Spider-Man!« .. oder in diesem Fall, das Drachenmädchen! So ist es wohl bei allem Superhelden, und ich finde E.J. hat in diesem Buch ebenfalls die Rolle der Superheldin!

Mir hat der Aspekt besonders gefallen, dass E. J. aus Schottland kommt und dort auch ihre Großmutter besuchen fährt. Schottland ist ein tolles Land mit wunderschönen Landschaften und ich lese immer wieder gerne darüber. Besonders auch, dass die Oma eine Druidin sein soll und ein Ausflug zum Loch Ness, hat dem Buch noch mal eine andere Perspektive gegeben: Magie, Mythologie, alte Sagen und Gebräuche, Hexen!

Stil

»E. J. und das Drachenmal« ist ein Jugendroman, ein Buch von einer Jugendlichen für Altersgenossen, so zu sagen. Es hat eine romantische Note, von jugendlicher Schwärmerei und Freundschaft. Einen Kern aus Fantasy und fast schon Magie und ist insgesamt sehr unterhaltsam und spannend. Der Stil der Autorin ist einfach und flüssig. Sie schreibt so wie ich finde wie man als junger Mensch auch denkt und handelt und das fand ich hat das Buch sehr authentisch gemacht. Es ist kein Buch, das von jemandem geschrieben wurde, der von den Themen schon selber weit weg ist, sondern von einer Autorin die denke ich selber auch grade noch in diesem Umfeld sich befinden könnte (Schule, Freunde, erste Verliebtheit, neue Erfahrungen etc.).

Fazit

Ein wirklich gelungenes Romandebüt, das mich gut unterhalten hat! Ich kann nur empfelen dieses Buch mal zu probieren, wenn man auf Fantasybücher / Jugendbücher steht. Ein Buch voller süßer Szenen, Freundschaft und Zusammenhalt, Fantasy und Magie. Gut gegen Böse!

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Buchdetails

Drachenmal_klein
»E.J. und das Drachenmal«

Verlag: Riverfield Verlag 2015
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
ISBN: 978-3-9524463-2-4
Preis: 19,90€
Verlagsseite →

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2015

 

Rezension: »Der Schöpfer« Frankenstein Band 4 von Dean Koontz

Der Schoepfer Frankenstein 4 von Dean Koontz

Der Krieg gegen die Menschheit hat begonnen

Zwei Jahre ist es her, dass Victor Frankenstein gestorben ist. Und dennoch setzt jemand namens »Victor Leben« sein Zerstörungswerk fort: In einem Städtchen in Montana werden Schritt für Schritt alle Menschen durch Angehörige der Neuen Rasse er setzt. Ein Probelauf für die ganze Welt. Wird es dem Polizisten duo Carson O’Connor und Michael Maddison mit ihren wenigen Verbündeten gelingen, den Wahnsinn zu stoppen?

 (Cover-, Text- und Zitatrechte: Heyne Verlag)

Meine Meinung

Ulkige Widmung

Als ich das Buch aufgeschlagen habe, ist mir die Widmung ins Auge gestochen. Der Autor nennt in seiner Widmung eine Tracy Devine und einen Fletcher Buckley und wünscht ihnen das folgendes:

Für Tracy Devine und Fletcher Buckley,
sich in einer verrückt gewordenen Welt
gegenseitig erfrischend zurechnungsfähig halten.
Möge euer beider Leben voller guter Bücher,
guter Musik, guter Freunde und  angesichts eurer
leichtsinnigen Urlaubszielwahl 
nur voller guter Bären sein.

Ich erwähne diese Widmung hier, weil ich sie echt nett fand und mir die guten Bären in Erinnerung geblieben sind. Bären ♥

Cover

Bei diesem Buch ist mir als allererstes das Cover aufgefallen. »Der Schöpfer« ist der vierte Band aus Dean Koontz Frankenstein Reihe. Leider wurden Band 1-3 einheitlich gestaltet und Band 4 & 5 wieder anders. Ich, die ich Bücher sammel, finde so was natürlich immer sehr schade, wenn die Cover in einer Reihe dann so unterschiedlich sind. bleibt abzuwarten ob die beiden letzten Bücher evtl. noch einmal mit einem passenden Cover herauskommen.

Ich glaube die Cover von 4 & 5 wurden von dem englischen Original übernommen.

Hier mal zum Vergleich die Cover 1-3:

Das Gesicht Frankenstein 1 von Dean KoontzDie Kreatur Frankenstein 2 von Dean KoontzDer Schatten Frankenstein 3 von Dean Koontz

Cover: Heyne Verlag

Inhalt

Aber da ja die inneren Werte zählen komme ich nun mal zum Inhalt:

Band 4: Der Schöpfer spielt zwei Jahre nachdem Victor Helios, alias Dr. Frankenstein unter einer Mülldeponie sein Ende fand. Seine Geschöpfe sind vernichtet, es scheint wieder Alltag und Ruhe in das Leben von Michael und Carson eingekehrt zu sein. Sie haben New Orleans den Rücken gekehrt und haben in San Francisco eine Familie Gegründet. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter Scout und Carsons jüngerem Bruder führen sie ein fast normales Leben. Sie sind aus dem Polizeidienst ausgeschieden und arbeiten heute als Privatdetektive. Alles scheint normal, und doch sind ein Paar Details ungeklärt bis heute. Als Victor starb, sind mit ihm all seine Kreaturen gestorben. Die Replikanten. Doch ein paar wenige haben überlebt. Darunter Deucalion, Fankensteins Monster, der erste Versuch von Victor neues Leben zu kreieren.  Dessen Seele jedoch alles andere als monströs ist. Er, Carson und Michael haben zusammen an der Vernichtung von Dr. Frankenstein gearbeitet. Er ist ihr Freund geworden und er ist es auch, der eine Ahnung hat, dass Victor ein böses Vermächtnis hinterlassen hat.

Ein anderes Wesen, das Victors Tod überlebt hat ist Erica 5. Sie ist die Fünfte Ehefrau, die Victor sich in seinen Laboren gezüchtet hat. Ein perfektes Wesen um Victor zu dienen. Doch auch sie hat sich gegen Victor gewandt und ist aus New Orleans geflohen um mit Victors Geld ein neues Leben in Montana anzufangen. Als sie gerade auf dem Weg zum Bäcker ist, fährt ein Wagen an ihr vorbei und sie traut ihren Augen nicht. In dem Auto sitzt ein Mann, der sie stark an Victor erinnert. Erst denkt sie sie muss sich irren, doch Zweifel beschleichen sie und so beschließt sie in zu verfolgen.

Bald ist klar, Victor hat einen Weg gefunden um auch noch nach dem Tod seiner fleischlichen Hülle, sein grauseliges Werk vortzuführen.

Meinung

Der vierte Band beginnt mit vielen Wiederholungen aus den ersten Bänden. Deucalions Entstehungsgeschichte, wie sie Victor in New Orleans zu besiegen glaubten, und schließlich Victors neue Pläne, die doch viel von den alten in sich haben.

Im Vierten Band geht es darum, dass Victors Klon, ein Victor 2.0 so zu sagen, in Montana, in Rainbow Falls anfängt die Menschen durch Replikanten, also seine Wesen, die exakt so aussehen wie die Einwohner zu ersetzen. Sein Ziel: Die Erde an sich zu reißen.

Das kommt einem bekannt vor, denn auch in den ersten drei Bänden wurden Krankenhäuser, Regierungen und Bewohner von New Orleans ersetzt.

Mir kam es beim Lesen vor, als ob die Geschichte noch einmal neu erzählt wird, andere Stadt, etwas andere Ausgangslage, aber dennoch wieder das gleiche Ziel: Die Menschen unter Victors Herrschaft zu stellen.

Auf der einen Seite kamen mir die Wiederholungen sehr entgegen, denn wenn ich ehrlich bin wusste ich zu Beginn kaum noch worum es ging, denn ich habe die Bücher vor Jahren gelesen. Mit der Zeit kamen dann die Erinnerungen zurück und ich dachte bei mir: Das kenne ich doch. Trotzdem wurde das Buch besonders ab der Mitte dann doch spannend. Man könnte das Thema Frankenstein, als ausgelutscht bezeichnen, aber ich finde Dean Koontz Vision von Frankensteins Wesen, ziemlich gruselig und gut gemacht. Du besuchst deine Mutter und die Frau, die dir die Tür aufmacht sieht aus wie deine Mutter, sie erinnert sich an deine Kindheit, teilt deine Erinnerungen, aber irgendwas ist seltsam, man kann es nicht fassen und im ersten Moment geht das Wesen als Mensch durch. Doch etwas stimmt nicht, etwas ist anders, verändert: Sind es die Augen, die eine Spur kälter sind? Ist es das Lachen, das ein wenig aufgesetzt wirkt? Ist es der Prakmatismus, dem es an Liebenswürdigkeit mangelt? Sie verält sich wie deine Mutter und doch auch nicht. So stelle ich mir die Wesen vor. Eine fast perfekte Kopie, die jeden im ersten Moment täuschen wird. Und ich meine hey, was ist denn die alternative, zu denken die eigene Mutter wurde durch einen Klon ersetzt, ein Monster, ein Alien? Da schiebt man es villeicht eher auf einen schlechten Tag. So stelle ich mir diese Vision vor, in der die Menschen von den anderen Wesen untergraben werden.

Ich werde jedenfalls jetzt kurz vor dem Ende nicht schwächeln, sondern Band 5, das Ende der Reihe auch noch lesen.

Fazit

Für mich war das Buch so mittelmäßig spannend, mittelmäßig interessant und ich war nur mittelmäßig gefesselt. Ich denke es ist kein schlechtes Buch, aber mir hat nach Band 1-3 doch die neue Idee, die spannende Wendung gefehlt. Denn seien wir mal ehrlich, dass Frankenstein mal wieder auftaucht war ja nun keine spannende Neuigkeit sondern unvermeidlich.

Buchdetails

»Der Schöpfer« ist der 4. Band der Frankenstein-Reihe von Dean Koontz.
Band 1: »Das Gesicht«
Band 2: »Die Kreatur«
Band 3: »Der Schatten«
Band 4: »Der Schöpfer«
Band 5: »Die tote Stadtr«

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»Der Schöpfer«

Verlag: Heyne Verlag 12. März 2012
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
ISBN: 978-3-453-43568-1
Preis: 8,99€
Verlagsseite →

 

 

 

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