Archive of ‘Abenteuer’ category

Rezension: »Ashes – Brennendes Herz« von Ilsa J. Bick

035_1A_INK_ARCLIGHT_NIEMAND_UEBERLEBT_DIE_DUNKELHEIT_01.IND8

Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle.

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Egmont Ink Verlag)

Meine Meinung

Handlung

Ashes ist eine Dystopie, die von einer Welt handelt, in der nur Kinder, Jugendliche und sehr alte Menschen eine schlimme unbekannte Katastrophe überlebt haben. Es scheint wie die Detonation einer EMP Bombe: Elektrische Geräte sind ausgefallen, nur noch alte Technik funktioniert. Doch es geht noch weiter: Die Menschen brechen zusammen, bluten aus den Ohren. Niemand weiß was der Grund für die Katastrophe oder wodurch sie verursacht wurde, aber sicher ist, dass die Jugendlichen sich… Verändern. Blutrünstig und auf Menschenfleisch aus, morden sie und raufen sich zu kannibalistischen Gruppen zusammen. Sie lernen dazu und sind wie wilde Tiere. Jugendliche und Kinder die sich nicht verändern werden selten und umso kostbarer.

Im Auftakt der Reihe habe ich die Protagonistin Alex kennen gelernt. Sie ist an einem Gehirntumor erkrankt und die Prognose ist nicht gut. Sie hat lange gekämpft, aber der Krebs scheint sie einzuholen. Alex macht sich auf den Weg. Sie hat keine Lust mehr auf Ärzte, Krankenhäuser und Chemotherapien. Sie fährt von ihrer Tante, bei der sie seit dem Tod ihrer Eltern lebt, weg und in einen Nationalpark um dort die Asche ihrer Eltern auf einem Berg zu verstreuen. Rückkehr ungewiss.

Als sie grade im Wald rastet und sich über einem Campingkocher Kaffee zubereitet, taucht ein Hund im Wald auf und im Schlepptau ein kleines Mädchen – Ellie – und ihr Opa. Und dann passiert es: ein Beben, ein Krachen, ein wilder Kopfschmerz, Alex bricht zusammen und als sie aufwacht ist die Welt nicht mehr die gleiche. Als der Kopfschmerz vergeht, bemerkt sie, dass ihr Geruchssinn plötzlich wahnsinnig scharf geworden ist, ist das der Tumor, der ihr Gehirn langsam zerstört? Ellis Opa ist in zusammen gebrochen und tot, aber Elli hat überlebt.

Alex macht sich mit Elli auf den Weg raus aus dem Nationalpark, doch schon bald merken sie, dass hier gewaltig was nicht stimmt. Es sind noch mehr Menschen gestorben und die, die überlebt haben sind häufig nicht mehr sie selbst. Manche – Jugendliche – haben sich verändert. Stumm und entgeistert, sind sie zu einer Art Zombies geworden, die Blutrünstig und brutal auf ihre nächste Mahlzeit gieren. Zunächst geht Alex von einer lokalen Katastrophe aus, aber diese Vermutung muss sie schon bald revidieren.

Am Ende des ersten Bandes hat Alex eine Stadt gefunden, in der tatsächlich noch Menschen zusammen leben, Jugendliche und alte Menschen, jeder dazwischen ist gestorben. Aber Alex merkt schnell das in der kleinen Stadt Rule etwas los ist, das nicht nur die Zombies schuld sind. Der Rat – der die Stadt beherrscht, schon lange vor der Katastrophe, hat eigene Pläne mit ihr, der Welt und den „Verschonten“ Jugendlichen – Sie flieht, ihre einzige Aussicht ist es nach Tom und Elli zu suchen. Tom, der Junge den sie im Nationalpark kennen gelernt scheint tot zu sein und Elli verschleppt. Bei ihrere Flucht gerät sie jedoch in einen furchtbaren Hinterhalt.

Charaktere

Der Hauptcharakter, der im Fokus der Handlung steht, ist die siebzehnjährige Alex. Sie musste in ihrem Leben bereits mehre schwere Schicksalsschläge hinnehmen: Ihre Eltern sind gestorben und sie selbst steht auf dem Sprungbrett zum Tod, denn sie hat einen Gehirntumor. Sie hat lange gekämpft, hat Chemotherapien über sich ergehen lassen und hat nun nach der letzten erfolglosen Therapie nun beschlossen nicht mehr zu kämpfen. Sie kann nicht mehr. Dennoch ist sie selbstständig, fährt alleine von Zuhause weg, kennt sich in der Natur und im Camping gut aus und kommt bestens alleine klar. Sie ist jung erwachsen geworden und ist misstrauisch anderen Menschen gegenüber, für Kinder hat sie eigentlich keine Geduld und eine Liebe hat sie wohl dort draußen im Nationalpark auch nicht erwartet. Dennoch schließt sie das Mädchen Elli und Tom, den jungen Soldaten in ihr Herz. Ich finde besonders ihre Eigenständigkeit, ihre Rationalität und praktisches Denken, wenn es darum geht zu überleben machen sie zu einem tollen Charakter. Dazu noch etwas dazu Kitsch und Liebe und sie wird zu einem runden Charakter.

Tom ist Anfang 20, war im Irak als Soldat und muss mit seinen ganz eigenen Dämonen Kämpfen, Alpträume und Flashbacks an die Zeit im Irak quälen ihn und rauben ihm den Schlaf. Dennoch ist seine Erfahrung als Soldat sehr sehr praktisch wenn grade eine Zombie-Apokalypse herrscht, der Umgang mit Waffen, das aufmerksame Beobachten seiner Umgebung und seine Vorsicht haben Potenzial, dass er den fiesen Veränderten entkommt! Chris, der Enkel des Ratsoberhauptes, der Stadt Rule, ist zur Stadtwache eingeteilt und ähnelt durch seine Aufgaben Tom ein wenig. Doch Chris scheint aufgeschlossener zu sein. Nach Alex erster Vorsicht vor den Menschen in Rule, kann Sie eine gewisse Anziehung zu Chris nicht mehr leugnen. Tom ist verletzt und verschwunden und es scheint als ob er gestorben sei und trotz ihrer Trauer und wagen Hoffnung, dass es anders sein könnte bildet sich ein vorsichtiges Band zwischen ihr und Chris. Ich war mir beim Lesen wirklich unsicher wen ich von beiden sympathischer finde, bzw. für wen Alex sich wohl entscheidet, aber ich schätze Tom ist doch derjenige der Alex Herz gewonnen hat, aber wer weiß, ich bin gespannt wie es weiter geht in den folgenden Teilen.

Fazit

Meiner Meinung nach ist diese Version einer Art Zombie Apokalypse mal etwas neues: Es gibt keine Bedrohung, ist es eine Krankheit? die, die Menschheit ausrottet und vor der niemand sicher ist, nein die Ursache ist völlig unklar und tritt völlig plötzlich und synchron in weiten Teilen der USA, vielleicht sogar der ganzen Welt auf. Außerdem wird nicht jeder infiziert / verändert, die meisten Menschen sterben sofort, nur ältere Menschen überleben. Die jungen Menschen sind die die sich verändern. Manche nach wenigen Stunden, andere nach Tagen? Eine schreckliche Vision, wenn man sich überlegt, dass es sein könnte, dass jeder Jugendliche / junge Mensch sich verändert, nur eben nach und nach… Ich mag Frau Bicks Schreibstil wirklich sehr gerne, das Buch hat mich sehr gefesselt und ich mag die starke, selbstständige Alex, die sich nichts aufzwingen lässt und die zarte Liebesgeschichte die einen nicht mit Kitsch überhäuft. Ich bin so froh, dass es noch mehr Teile gibt!

Buchdetails

035_1A_INK_ARCLIGHT_NIEMAND_UEBERLEBT_DIE_DUNKELHEIT_01.IND8

Band 1:
»Ashes – Brennendes Herz«

Verlag: Egmont Ink Verlag 2011
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 978-3-86396-005-6
Preis: 19,99€
Verlagsseite →

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2015

 

Rezension: »Deep – Gefahr aus der Tiefe« von Jens Schuhmacher

Deep_Jens Schumacher_gross

 

Sterne_5_klein

 

Java: Exotische Strände, Dschungel und geheimnisvolle Tempelanlagen – bessere Ferien könnte sich Henry Wilkins nicht wünschen, als er seinen Vater auf eine Forschungsreise begleitet. Als er noch dazu vom Fund eines U-Boots ganz in der Nähe hört, ist sein Abenteurergeist vollends geweckt.

Das Schiff ist im Zweiten Weltkrieg auf mysteriöse Weise gesunken und jetzt wollen Taucher hinter den Bullaugen des Stahlkolosses unheimliche Schemen ausgemacht haben.

Henry geht dem Geheimnis in der Tiefe des Meeres auf den Grund – nichts ahnend, dass dieses Wrack etwas birgt, das die gesamte Menschheit gefährdet.

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Loewe Verlag)

Meine Meinung

Nachdem ich schon »Frozen – Tod im Eis« gelesen, verschlungen und geliebt habe, habe ich mir sofort den zweiten Band dieser Reihe bzw. lockeren Reihe besorgt. »Deep – Gefahr aus der Tiefe« verschlägt den jungen Henry, Sohn eines Professors und leidenschaftlichen Forschers der Anthropologie nach Java. Er besucht dort seinen Vater, der eine spektakuläre Entdeckung untersucht. Unter der Tempelanlage Borobudur wurde eine geheime Kammer entdeckt mit uralten Zeichen und Inschriften.

Parallel führt uns ein anderer Handlungsstrang auf den Grund des Ozeans, wo ein lange verschollen geglaubtes deutsche U-Boot entdeckt wird. Das U-Boot ist im zweiten Weltkrieg von der Bildfläche verschwunden und wurde seither vermisst. Bis heute, als zwei Männer die eine kleine Bergungsfirma führen auf das U-Boot stoßen. Doch als sie das U-Boot durch die Kamera eines Unterwasserroboters beobachten machen sie eine faszinierende wie schockierende Entdeckung!

Das Buch ist wirklich spannend und schön und abenteuerlustig und es hat mir sehr viel Spaß gemacht es zu lesen. Es dreht sich wie auch der erste Teil »Frozen« um Verschwörungstheorien, Aliens, Monster und eine Vergangenheit, die die Menschheit so nicht erwartet hat. Das Buch ist ein Jugendbuch und von Stil und der Sprache auch dementsprechend gehalten. Es ist locker flockig zu lesen und der Huaptcharakter wieder der jugendlicher Henry, der diesmal sogar ein kleines wenig romantisch wird.

Die Handlung wird in zwei Strängen aufgebaut. Die erste aus der Perspektive der Männer der Bergungsfirma und der zweite Strang aus Henrys Sicht. Langsam werden die Stränge miteinander Verbunden und so macht der mysteriöse Fund in dem U-Boot aus Henrys Perspektive auch bald Sinn. Das Buch baut sehr stark auf »Frozen« auf und auch wenn in vielen Szenen Bezug auf »Frozen« genommen wird und wirklich viel erklärt wird ohne langatmig zu werden, auch wenn man kurz davor »Frozen«gelesen hat, denke ich doch das man auf jeden Fall zuerst »Frozen« lesen sollte damit man alles richtig nachvollziehen kann. Und damit es auch spannend wird, ansonsten könnte es sein das viel Spannung verloren geht.

Der Inhalt an sich gefällt mir auch sehr gut, Tiefsee, Monster, Sci-Fi und Verschwörungstheorien und Co. Das zieht mich auf jeden Fall in seinen Bann und auch wenn die Geschichte zum Teil ein wenig weit hergeholt schein, ist sie doch zum Gruseln. So ist ein U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg, das zufällig bei einem Erdbeben in eine Spalte im Tiefseeboden rutscht und so ein uraltes Riesenkrakenmonster am ausbüchsen hindert, ein etwas großer Zufall, aber gut. Auch der Bösewicht ist dem aus »Frozen« nicht ganz unähnlich. Ein reicher, zielstrebiger wie fanatischer Professor, der sich zur Aufgabe gemacht hat die Besatzung des U-Bootes – lebend – zu bergen. Er glaub die Besatzung hat die Jahrzehnte unter Wasser durch eine Operation am Gehirn überlebt. Im Klartext, er erhofft sich das eiwge Leben im inneren des U-Bootes zu finden, und dafür ist ihm kein Mittel heilig, er würde alles tun was nötig ist.

Fazit

Das Buch konnte nicht ganz mit »Frozen« mithalten aber für sich gesehen ist es sehr unterhaltsam und flott verschlungen. Die Handlung hat ein paar Schwächen, aber die kann man in Kauf nehmen denn Henrys zweites Abenteuer auf den Grund des Ozenans überzeugt dennoch!

Bewertung

Kategorie

Punkte

Charaktere 5 von 6
Idee 4 von 4
Handlung 4 von 6
Spannung 3 von 4
Sprache 1 von 2
Kontext 2 von 4
Cover 2 von 2
Gesamt: 21 von 28

21 Punkte = 5 Sterne

Links

Ich habe das Buch in der Mini-Challenge im Dezember 2014 gelesen.

Hier gehts zu Mini-Challenge Dezember 2014 →

Rezension:  »Frozen – Tod im Eis« →

Buchdetails / Reiheninfo

Wie auch schon in der Rezension zu »Frozen – Tod im Eis« erwähnt können die die beiden Bücher »Frozen – Tod im Eis« und »Deep – Gefahr aus der Tiefe« von Jens Schumacher unabhängig von einander gelesen werden, da im zweiten Teil: »Deep« die Anspielungen auf den ersten Band erklärt werden. Aber besonder jetzt da ich »Deep« gelesen habe rate ich jedem dazu unbedingt erst einmal »Frozen« zu lesen, denn die Spannung leidet denke ich sehr darunter wenn man die Vorgeschichte zu »Deep« nicht selber gelesen hat! Also lest »Frozen«, es lohnt sich.

 

Frozen_klein

 

Band 1: »Frozen – Tod im Eis«

Verlag: Loewe Verlag (2012)
Flexibler Einband: 368 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7471-3

Verlagsseite →

 

 

Deep_Jens Schumacher_klein

 

Band 2: »Deep – Gefahr aus der Tiefe«

Verlag: Loewe Verlag (2013)
Flexibler Einband: 320 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7512-3

Verlagsseite →

 

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog

 

Rezension: »Frozen – Tod im Eis« von Jens Schumacher

Frozen_gross

Während einer Forschungsexpedition in die Antarktis verschwindet Henrys Vater, der international anerkannte Anthropologe Donald Wilkins, auf mysteriöse Weise. Kurzentschlossen macht sich Henry gemeinsam mit dem Rettungsteam auf die Suche nach ihm. Schon bald stoßen sie auf Hinweise, die vermuten lassen, dass Dr. Wilkins im ewigen Eis eine phänomenale Entdeckung gemacht hat: Inmitten eines bisher völlig unbekannten Gebirgsmassivs liegt eine gigantische Ruinenstadt, die Millionen Jahre alt sein muss, älter als die Menschheit. Auch der Großindustrielle Wayne Spyker ist dem Geheimnis auf der Spur. Doch keiner der Beteiligten ahnt, dass tief unter dem Eis etwas schläft. Etwas Uraltes, Böses. Und nun ist es erwacht …

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Loewe Verlag)

Meine Meinung

Handlung

Der junge Henry besucht seinen Vater bei einer Expedition in die Antarktis. Henrys Vater, Dr. Donald Wilkins ist  Anthropologe und lehrt an einer Universität in Kanada. Dennoch gilt seine große Leidenschaft verschollene Kulturen zu entdecken. Aus diesem Grund lässt er ab und an alles stehen und liegen und führt Expeditionen in alle Herren Länder. Diesmal führt ihn eine Entdeckung in die Antarktis. Doch die Expedition verschwindet im ewigen Eis der Antarktis. Als Henry bei seiner Ankunft in der Forschungsstation davon erfährt schließt er sich sogleich einem Rettungsteam an um seinen Vater zu finden. Doch Schnee und Kälte sind nicht das einzige, dass die Menschen der Expedition bedroht etwas Mysteriöses und Unheimliches geht dort draußen vor sich.

Obwohl das Buch relativ kurz ist, passieren unheimlich viele Dinge und die Handlung ist gut erzählt. Die Expedition in die Antarktis, die Rettungsmission, seltsame Wesen, ein Virus? Eine mysteriöse Stadt in der Antarktis und sonderbares Verhalten sind nur einige Dinge das Buch zu bieten hat. Der größte Teil des Buches ist aus Henrys Perspektive erzählt. Nur manche Kapitel sind aus der Perspektive von Henrys Vater geschildert. Dies geschieht in Form eines Expeditionstagebuchs, das Donald Wilkins während seiner Expedition geführt hat.

Cover

Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen ich habe das Buch gefunden weil das Cover so schön ist. Ich finde der Titel sagt sofort: Spannung und Abenteuer. Die blauen Farben im Kontrast mit der weißen Schrift finde ich sehr gelungen. Die Gebilde die aussehen wie eine Brücke und Streben zwischen den Felsen oder Eis und die kleine Kreatur neben dem „Z“ wirken direkt mysteriös. Ich war sofort begeistert von dem Cover und hab mir daraufhin den Klappentext durchgelesen.

Charaktere

Das Buch lebt von relativ wenigen, aber umso lebendigeren Charakteren. Besonders Henry und sein Vater stehen im Vordergrund. Daneben gibt es noch weitere Teilnehmer der Rettungsexpedition und die Runde um den Industriellen Spyker. Spyker ist ein wahnsinniger, dessen Reichtum es ihm erlaubt diesen Wahnsinn auszuleben. Die Charaktere sind bis auf Spyker nicht überdreht sondern ihre Motivation ist klar und entschlossen.

Henry ist erst 16 aber sehr reif und erwachsen für sein Alter. Aufgrund des Todes seiner Mutter und der Expeditionen seines Vaters, hat er sich entschlossen in ein Internat zu gehen und ist so sehr früh sehr selbstständig geworden. Er geht sehr zielstrebig durchs Leben und hat er auch Ängste, so gibt er nicht klein bei sondern setzt sich für die Leute und besonders seinen Vater mit allem was ihm zu Verfügung steht ein. Ein toller sympathischer Hauptcharakter.

Stil und Spannung

Ich finde auch den Stil von Jens Schumacher sehr gelungen. Bei dem Buch handelt es sich um ein Jugendbuch. Der Stil ist sehr flüssig zu lesen. Das Buch steigt mit seinem Prolog direkt spannend ein und es bleibt spannend. Der Bogen wird bis aufs äußerste Gespannt, ein Rätsel nach dem anderen wird dem Leser aufgetischt und obwohl man eine Ahnung zu haben scheint, ist die Auflösung doch noch viel größer, für alle denen es wichtig ist: seid beruhigt es wird wirklich vollständig aufgelöst.

Fazit

So ich habe versucht einen Eindruck von dem Buch zu schaffen, ohne zu viel zu verraten denn sonst wäre der Überraschungsmoment sicher weit weniger stark. Ich hoffe ihr konntet trotzdem ein Gefühl bekommen wie sehr mir das Buch gefallen hat. Ich habe es total verschlungen, denn es ist wirklich absolut spannend. Wenn man nicht vor Fantasy und etwas abgedrehten Handlungen zurück schreckt, dann ist das Buch auf jeden Fall lesenswert! Mir hat es ausgesprochen gut gefallen.

Links

Ich habe das Buch in der Mini-Challenge im Dezember 2014 gelesen.

Hier gehts zu Mini-Challenge Dezember 2014 →

Buchdetails / Reiheninfo

»Frozen – Tod im Eis« und »Deep – Gefahr aus der Tiefe« von dem Autor Jens Schumacher sind eine lockere Reihe. Man kann beide Bücher unabhängig von einander lesen, da in »Deep« die nötige Vorgeschichte noch mal zusammenfassend geschildert ist an Stellen wo es nötig ist. Ich finde jedoch dass die Handlung in »Deep« besser verständlich ist wenn man vorher »Frozen« gelesen hat. Ich finde die Atmosphäre wird dann wesentlich authentischer und spannender.

 

Frozen_klein

 

Band 1: »Frozen – Tod im Eis«

Verlag: Loewe Verlag (2012)
Flexibler Einband: 368 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7471-3

Verlagsseite →

 

 

Deep_Jens Schumacher_klein

 

Band 2: »Deep – Gefahr aus der Tiefe«

Verlag: Loewe Verlag (2013)
Flexibler Einband: 320 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7512-3

Verlagsseite →

 

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog

 

Rezension: »Metro 2033« von Dmitri Glukhovski

»Metro 2033« war ein Buch, das schon sehr lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher lag. Es muss schon Jahre her sein, als ich es das erste mal angefangen habe zu lesen, und es auch sehr spannend fand, aber aus irgendeinem Grund habe ich es nicht weiter gelesen. Vor ein paar Tagen habe ich ihm dann doch noch eine zweite Chance gegeben und diesmal habe ich es in kürzester Zeit beendet, es war kurzweilig spannend und sehr düster!

Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky

 

Sterne_5_klein

»Moskau liegt in Schutt und Asche

Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen … Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch die U-Bahn-Tunnel macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll.«

  (Cover-, Text- und Zitatrechte: Heyne Verlag)

Meine Meinung

Atmosphäre & Handlung

Das besondere an diesem Buch war für mich die unheimliche Atmosphäre, durch einen großen Krieg wurden nicht nur Städte zerstört, nein sie wurden auch nuklear verstrahlt. Ein Leben an der Oberfläche ist für die Menschen nicht mehr Möglich. Die Metro in Moskau war ihre einzige Zuflucht. Sie haben ihre wenigen Habseligkeiten hinab geschafft und sich ein neues Leben eingerichtet. Es ist eine Atmosphäre wie man sich eine Nachkriegszeit vorstellt. Die Menschen sind froh, dass sie am Leben sind, aber sie haben auch große Verluste ertragen müssen, neben ihren materiellen Gütern, die sie durch den Krieg verloren haben oder an der Oberfläche zurück lassen mussten, haben auch viele Angehörige verloren. So auch Artjom, der junge Russe, dessen Reise durch die Metro das Buch erzählt. Artjom hat seine Eltern verloren, er war im Krieg noch sehr klein und wohnt seither bei seinem Ziehvater. In der düsteren Welt der Metro haben sich die Menschen zu Gemeinschaften, die Dörfern ähneln, an den einzelnen Stationen zusammengeschlossen. Sie züchten Pilze und Schweine, und jeder hat seinen Teil beizutragen, damit das tägliche Leben funktioniert.

Die Lebensumstände der Menschen in der Metro hat der Autor in seinem Buch sehr eindrucksvoll entworfen. Es hört sich realistisch an, wie die Menschen sich ihren Lebensraum den Umständen anpassen. Beim lesen hat man das Gefühl man steht neben Artjom in der Pilzfarm, oder sitzt bei den Wachen am Feuer, die die Metrostation bewachen. Denn neben den täglichen Sorgen um Nahrung, Wärme und Licht, werden die Metrostationen auch durch verfeindete Stationen, und schlimmer noch Monster bedroht, Mutanten, die durch die nukleare Verstrahlung entstanden sind. Und in letzter zeit wird das Tägliche Leben an der Wdnch besonders durch die „Schwarzen“ bedroht. Sie sind keine lebendigen Menschen, ihnen aber auch nicht ganz unähnlich. Sie haben etwas mysteriöses, dunkles an sich, das sich kaum beschreiben lässt und die Angriffe häufen sich. Sie bedrohen die Wdnch und damit auch die gesamte Metro nicht nur physisch, auch psychisch haben sie eine verheerende Wirkung auf die Menschen, sie machen sie verrückt, treiben sie in den Wahnsinn. Wenn die Wdnch keinen Widerstand mehr leisten kann, droht die gesamte Metro und damit alle lebendigen Menschen in Moskau zu fallen. Durch eine Schicksalhafte Begegnung wird das Überleben der Metro nun in Artjoms Hände gelegt, was hat er für eine andere Wahl als sich auf diese Reise einzulassen?

Der Autor hat eine Welt erschaffen, mit einfachen, schlichten Menschen, die für ihr überleben jeden tag arbeiten müssen, die kaum etwas besitzen und die jeden Tag mit der Dunkelheit kämpfen müssen. Die Dunkelheit weckt in den Menschen Ängste und Fantasien von Monstern, was wenn diese Monster nicht nur Einbildung sind?

Charaktere

Artjom, der Hauptcharakter, ist ein Junge Anfang 20, der praktisch sein ganzes Leben unter der Erde verbracht hat. An seine Eltern, die im Krieg gestorben sind, hat er nur eine blasse Erinnerung und den Himmel hat er nur einmal gesehen, als er sich als Kind mit seinem besten Freund an die Oberfläche geschlichen hat. Artjom ist niemand der sich profilieren muss, er ist keine Führungspersönlichkeit in meinen Augen, aber er ist stark und entschlossen seine Station zu retten und dafür nimmt er viele Hürden auf sich. Ich fand ihn beim lesen sehr sympathisch. Er ist nicht der Klischeehafte Retter der ganzen Metro, sondern kämpft sich von von einem Schritt zum nächsten durch. Manchmal ist er drauf und dran den Mut zu verlieren, als er auf seiner Reise durch die Metro keinen Weg mehr sieht, aber sein Wille ist stärker.

Neben Artjom gibt es ganz viele sehr unterschiedliche Charaktere. Sein Ziehvater ist ein ruhiger Mensch, dem die Dunkelheit und die ständige Sorge viel von seiner Entschlossenheit genommen hat. Er arbeitet wie jeder andere an der Station Wdnch.

Ein besonders skurriler Zeitgenosse ist Khan, er besteht darauf die Reinkarnation Dschingos Khans zu sein. Er ist geheimnisvoll und man weiß nie recht, ob er nun ein wenig verrückt ist, Artjom ihm vertrauen kann oder ob er seinem Wahnsinn Ausdruck verleiht und Artjom ins Unglück stürzt. Er glaubt die Tunnel der Metro hören zu können und glaubt inbrünstig an seine Sache, aber dennoch ist er Artjom eine große Hilfe, ohne ihn Artjom sein Ziel vielleicht nicht erreicht hätte.

Fazit

Das Buch ist spannend, kurzweilig, und entführt in eine ganz andere triste und geheimnisvolle Welt, die ihren Bewohnern sehr feindlich gesonnen ist und in der die Menschen nichts geschenkt bekommen. Die Handlung führt Artjom quer durch das Metrosystem vorbei an freundlichen Stationen aber auch welchen die keinen Spaß verstehen und Artjom ans Leder wollen, aber nicht nur die Stationen bieten Gefahren, erst recht die Wege durch die Tunnel sind gespikt mit Hindernissen, gefahren und mysteriösen Begegnungen und das Ende des Buches lässt viel Raum, was im nächsten Band »Metro 2034« passieren könnte.

Bewertung

Kategorie:

Punkte:

Charaktere 4 von 6
Idee 3 von 4
Handlung 5 von 6
Spannung 3 von 4
Sprache 1 von 2
Kontext 3 von 4
Cover 1 von 2
Gesamt: 20 von 28

20 Punkte = 5 Sterne

Links

Das Buch habe ich im Rahmen der Mini-Challenge im November 2014 gelesen:
Hier geht’s zur Mini-Challenge November 2014

Buchdetails / Reiheninfo

GLUKHOVSKY - METRO 2033_klein

Band 1: 
Originaltitel: »Metro 2033«
Autor: Dmitri Glukhovski
Verlag: Heyne Verlag
Flexibler Einband:  784 Seiten
ISBN: 978-3-453-53298-4

 

 

 

Metro 2034 von Dmitry GlukhovskyBand 2:
Originaltitel: »Metro 2034«
Autor: Dmitri Glukhovski
Verlag: Heyne Verlag
Flexibler Einband:  528 Seiten
ISBN: 978-3-453-53301-1

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog

 

1 2 3 4