Rezension: »Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod« von Daniel Mosmann

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Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr.
Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten?
Nach „Kastanien und Knochen“ sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern den Schlaf rauben lassen.

Meine Meinung

»Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod« ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten. Die Geschichten, die sich in der Länge stark unterscheiden, erzählen Grusel- und Spukgeschichten.

Mir hat sehr gut gefallen, dass sich die Geschichten im Stil sehr unterschieden haben. Es ist schon beachtlich, so verschiedene Stimmungen aufkommen zu lassen. Gemeinsam haben die Geschichten allerdings, dass sie durchweg ziemlich finster und gruselig sind. Teilweise sind die Geschichten modern erzählt und teilweise wie aus vergangenen Tagen.

Mir persönlich hat „Oben auf dem Knochenberg“ am besten gefallen. Die Geschichte war unwahrscheinlich gruselig, ich hatte eine Gänsehaut und da ich es nachts gelesen habe, war auch jedes Geräusch in der Stille plötzlich verdächtig.

Die Geschichte handelt von einem Reisenden, der im Schwarzwald in einer Burgruine übernachten will und dabei der vermeintlichen Spukgestalt begegnet, die laut Reiseführer die Burgruine heimsucht. Ein ganz klassisches Thema für eine Gruselgeschichte, in der Art, wie man sie sich am Lagerfeuer erzählt, aber so spannend, dass eine richtig , gruselige Atmosphäre entsteht. Die Geschichten haben durchaus oft behandelte Themen zu Grunde liegen, aber wirken nie nacherzählt oder dergleichen, sondern haben immer etwas besonderes, eigenes an sich.

Fazit

Das Buch hält was es verspricht: schaurig, schöne Unterhaltung mit einem hohen Gruselfaktor. Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen, manche mehr, manche weniger. Aber das, finde ich, ist auch das Schöne an so einer Sammlung von Kurzgeschichten. Jeder wird seine Favoriten haben, doch die Vielfalt der Geschichten, sowie der unterschiedliche Stil (mal etwas moderner erzählt, mal etwas antiquierter) macht es interessant und lesenswert.

Links

Wenn ihr neugierig geworden seid findet ihr hier die Website des Autors, Daniel Mosmann →

Außerdem gibt es noch ein weiteres Buch von Daniel Mosmann: »Von Kastanien und Knochen« →

Buchdetails

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Verlag: edition subkultur (1. Juli 2015)
ISBN: 978-3943412192
Preis: 13€, 200 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2016

 

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