Rezension: »Blood on Snow. Der Auftrag« von Jo Nesbø

Auftrag_gross

Olav lebt das einsame Leben eines Killers.
Als Killer ist es eben nicht unbedingt leicht, anderen Menschen nahe zu kommen.
Doch jetzt hat Olav die Frau seiner Träume getroffen.
Zwei Probleme stellen sich.
Sie ist die Frau seines Chefs.
Und Olav wurde gerade beauftragt, sie zu töten.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Ullstein Verlag)

Inhalt

Olav ist sein Auftragskiller. Er war in der Schule mäßig erfolgreich, leidet an einer Lese- und Rechtschreibschwäche und in Mathe war er auch eher unterdurchschnittlich. Das Studium für das er eingeschrieben war hat er geschmissen und nach einigen Jobs die ihm aus diversen Gründen nicht gelegen haben, hat er angefangen seine Brötchen als Auftragskiller zu verdienen. Ein Job der für ihn gemacht zu sein scheint, bis sein Chef ihn beauftragt seine Frau umzubringen. Als Olav sein Ziel observiert, um den passenden Augenblick zu finden an dem er zuschlagen kann, verguckt er sich in sein Ziel und beschließt sie zu retten.

Meine Meinung

Olav bezeichnet sich selber als nicht sehr schlau und unterstreicht oft was er alles nicht kann. Dennoch und trotz seiner Leseschwäche, ist Lesen für ihn wichtig, man könnte ihn sogar als belesen bezeichnen. Das was er über sich sagt und wie er sich verhält passen nicht zusammen.

Er hat ein sehr ausgeprägtes Verständnis von Moral, über Gut und Böse. Er ist der Auffassung, dass jeder für seine Taten grade stehen muss. Und dennoch ist der Auftragskiller und tötet Menschen, die sein Chef zu Seite geschafft haben sehen will. Wie spielt das zusammen? Sieht er seine Ziele als böse an, die es verdient haben zu sterben und rechtfertigt er so seinen Job, oder ist er der Auffassung, auch er muss für sein Handeln die Quittung kassieren? Eine offene Frage, die ich mir während des Lesens nicht ganz beantworten konnte.

Das Buch liest sich wie eine längere Kurzgeschichte, mit rund 190 Seiten ist es recht kompakt. Für mich war das Buch wie ein Actionfilm in Worten. Sehr kurzweilig, rasant und brutal. Einige Abschnitte sind nichts für schwache Nerven. Auf der einen Seite scheint Olav, mit all seinen Gefühlen, mit seiner Moral und Menschlichkeit sehr sympathisch zu sein, was schon im heftigen Kontrast zu seinem Job steht, auf der anderen Seite gibt es Kapitel in denen ich leichten Wahnsinn in seinem Charakter vermutet habe. Der Charakter ist etwas widersprüchlich, aber sehr lebhaft gestaltet.

Fazit

Der erste Teil der »Blood on Snow« Reihe: »Der Auftrag« ist ein sehr kurzweiliges, sehr rasantes Buch aus der Perspektive des »Bösewichtes«. Eine Geschichte über einen verliebten Auftragskiller, der einen Fehler begeht und die Folgen zu spüren bekommt. »Der Auftrag« war mein erstes Buch des Autors und sein Schreibstil liegt mir sehr gut. Es wird sicher nicht das letzte gewesen sein.

Buchdetails

»Blood on Snow – Der Auftrag« ist der Auftakt einer Trilogie. Der zweite Band heißt: »Blood on Snow – Das Versteck«.

Auftrag_klein

 

Verlag: Ullstein Verlag (25.09.2015)
ISBN: 9783550080777
Preis: 12,99€, 192 Seiten

Verlagsseite →

 

 

 

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2016

 

2 Comments on Rezension: »Blood on Snow. Der Auftrag« von Jo Nesbø

  1. Dany
    23. März 2016 at 13:13 (1 Jahr ago)

    Hört sich so an als ob einem das gefallen könnte wenn man Dexter gut findet :D

    Antworten
    • Jamie
      Jamie
      28. März 2016 at 0:55 (1 Jahr ago)

      Stimmt! Der Vergleich ist gar nicht so schlecht, ebenfalls ein mehr oder weniger sympathischer Killer! :D

      Antworten

Leave a Reply