Rezension: »Redthorne Castle« von Tanja Hanika

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England 1898 – Die junge Schriftstellerin Joanne Hadley wähnte sich im Paradies:

Mit Gleichgesinnten ist sie zu einem Treffen auf Redthorne Castle geladen, um gemeinsam Literatur zu schaffen. Doch einer nach dem anderen stirbt und es gibt wegen der defekten Zugbrücke kein Entrinnen. Für Joanne gilt es, herauszufinden, was in dem Gemäuer vor sich geht. Kann sie sich und die anderen vor dem Tod bewahren, der im alten Gemäuer umgeht? (Quelle: tanja-hanika.de→)

Inhalt

Joanne Hadley, eine junge Schriftstellerin aus London, reist zum Redthorne Castle um sich mit anderen Schriftstellern zu einem kreativen Austausch zu treffen. Die junge Frau, der in naher Zukunft eine arrangierte Ehe droht, ist überglücklich an diesem Treffen teilnehmen zu dürfen, wer weiß wie lange sie noch schreiben darf! Die Burgherrin und der Burgherr sind ihr wie eine zweite Familie, denn sie hat viel Zeit in ihrer Kindheit auf der Burg verbracht Das alte Gemäuer und seine Bewohner kennt sie sehr gut und freut sich nach längerer Abwesenheit zurück zu kehren. Doch ihr Hochgefühl wird schnell getrübt, denn Unheimliches geht in der Burg vor sich. Ein alter Professor, der ebenfalls an dem Treffen teilgenommen hat stirbt in seinem Bett. Ist es ein natürlicher Tod oder hat da jemand seine Finger im Spiel? Als sie dann auch noch in der Burg eingeschlossen werden, weil die Zugbrücke aus unerklärbaren Gründen zerstört wird, macht sich Angst und Gereiztheit bei den Teilnehmern breit. Die Geschichte eines Geistes geht um und gemeinsam mit Hunter Albee, ebenfalls einem jungen Schriftsteller aus London, macht sich Joanne daran, das Geheimnis zu lüften.

Über die Autorin

Foto: Dieter Pfingstmann

Foto: Dieter Pfingstmann

Geboren wurde Tanja Hanika 1988 in Speyer. Sie wuchs im Großdorf Haßloch auf, bevor sie ab 2008 Germanistik und Philosophie an der Universität Trier studierte. Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich nicht nur für das Lesen, sondern auch für das Schreiben. Ein besonderes Buch, in ihrer Kindheit, war die Kinderversion von Bram Stokers „Dracula“.

Angefangen mit Kurzgeschichten, widmet sich Tanja Hanika heute dem Schreiben von Büchern, wobei das Genre „Horror“ ihre Stärke und ihre Vorliebe ist. Ihre Bücher sind als E-Books und Taschenbücher erhältlich.

Neben dem Schreiben begeistert sich Tanja Hanika für das Lesen, Reisen und probiert gerne auch mal etwas Neues aus, zurzeit die neue Sportart: Zumba. Tanja Hanika lebt mit ihrer Familie in der schönen Eifel.

Meine Meinung

Zuerst einmal fand ich die Idee zu dem Buch total spannend. Eine Gruppe Schriftsteller, die sich zusammen finden um gemeinsam kreativ zu sein. Eine andere Epoche, eine alte Sprache. Ein Geheimnis, Spuk und Grusel. Und ein Geist? Und das alles auf einer alten Burg! Das kann nur gut werden!

Cover & Layout

Das Cover ist sehr düster gehalten, und die Fledermäuse sind natürlich ein klassisches Symbol im Horror- und Grusel-Genre. Dazu eine altertümlich anmutende Schrift für den Titel, in Blutrot und die Burg, auf der der Roman spielt. Das passt alles sehr gut zur Thematik des Buches. Wenn man das Buch in Händen hält merkt man erst, dass der Einband sich richtig samtig anfühlt. Ein sehr schönes Cover!

Der Roman ist aus der Sicht der verschiedenen Teilnehmer geschrieben, wobei die Perspektive von Joanne und Hunter in den Vordergrund rücken. Was ich sehr gut fand, war, dass vorne im Buch ein Inhaltsverzeichnis mit den Kapiteln abgedruckt war. Ich finde es persönlich immer gut, wenn man mal nachschlagen kann, wo man sich im Buch gerade befindet. Außerdem gab es ein Register mit allen Personen und einer kurzen Beschreibung.

Handlung

Die Geschichte beginnt mit einem Treffen von Schriftstellern und wird dann zur Jagd nach dem möglichen Täter, der an den mysteriösen Toden Schuld hat. Zu Beginn eine freudige Atmosphäre voller Kindheitserinnerungen, Treffen von Freunden und Gleichgesinnten, entwickelt sie sich schnell ins Negative. Die Anwesenden werden immer unruhiger, das Schriftstellerische Werkeln tritt in den Hintergrund und eine gruselige Stimmung kommt auf. Das Buch hat mich ein wenig an Cluedo erinnert. Jeder könnte es gewesen sein. Es gibt viele Motive, denn Streitigkeiten unter den Teilnehmern waren von Anfang an ein Thema. Durch den Wechsel der Perspektiven kam jeder mal an die Reihe und man konnte das Geschehen aus vielen Blickwinkeln verfolgen. Als die Tode dann zunehmen, erhält sie Handlung dann einen Hauch von Sherlock Holmes. Joanne und Hunter nehmen sich vor, die Todesfälle aufzuklären und dem Spuk ein Ende zu bereiten. Immer wieder tauchen Geschichten über die vorherigen Bewohner der Burg auf. Besonders eine Dame scheint noch wichtig zu werden.

Charaktere

Die zentralen Charaktere, in der Vielzahl von Charakteren sind, Joanne Hadley und Hunter Albee. Besonders Joannes Perspektive rückt in den Vordergrund, mit ihr beginnt das Buch und mit ihr endet es. Sie ist eine junge Frau, die das Schreiben liebt und der eine arrangierte Ehe und damit das Ende ihrer schriftstellerischen Laufbahn droht. Dieses Treffen sieht sie selber als ihre letzte Chance. Doch dann trifft sie auf Hunter Albee, der ihre Leidenschaft für das Schreiben teilt und der ebenfalls in London lebt. Zuerst ist sie zurückhaltend und will von Männern nichts wissen, da eine lieblose Ehe doch viel zu nah ist. Doch sie kann nicht umhin Hunter sympathisch zu finden und auch Hunter findet die hübsche junge Schriftstellerin sehr anziehend.

Die anderen Charaktere sind ein bunter Haufen, aus ganz vielfältigen Personen. Ein etwas nörgeliger Professor, eine berühmte Schriftstellerin, die Burgherrin und der Burgherr als Vertraute von Joanne, die Bediensteten, zu denen Joanne und auch Hunter eine gute Verbindung aus Kindertagen haben.

Fazit

Das Buch ist Literatur über Literatur, eine Mischung aus Cluedo und Sherlock Holmes, Geisterjagd und einem Hauch romantischer Stimmung. Absolut gelungen und spannend. Ich hab das Buch in wenigen Tagen gelesen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Sprache war der Zeit etwas angepasst und so konnte man sich richtig reinfühlen in den Charme und den Gruselfaktor der alten Burg. Man konnte den Spuk förmlich spüren und fühlte sich fast wie ein Teil der versammelten Gesellschaft. Das Buch ist weniger ein Horror- sondern vielmehr ein klassischer Gruselroman. Nicht übertrieben blutig sondern mehr auf eine gruselige Atmosphäre ausgerichtet und das wurde auch super umgesetzt.

Links

 

Buchdetails

Redthorne Castle_klein

 

»Redthorne Castle«

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (25. September 2015)
Klappenbroschur: ~360 Seiten
ISBN: 978-1517127480
Preis: 9,99€
Website →

 

© Blutrot – Jamie’s Bücherblog 2015
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