Rezension: »Der Schöpfer« Frankenstein Band 4 von Dean Koontz

Der Schoepfer Frankenstein 4 von Dean Koontz

Der Krieg gegen die Menschheit hat begonnen

Zwei Jahre ist es her, dass Victor Frankenstein gestorben ist. Und dennoch setzt jemand namens »Victor Leben« sein Zerstörungswerk fort: In einem Städtchen in Montana werden Schritt für Schritt alle Menschen durch Angehörige der Neuen Rasse er setzt. Ein Probelauf für die ganze Welt. Wird es dem Polizisten duo Carson O’Connor und Michael Maddison mit ihren wenigen Verbündeten gelingen, den Wahnsinn zu stoppen?

 (Cover-, Text- und Zitatrechte: Heyne Verlag)

Meine Meinung

Ulkige Widmung

Als ich das Buch aufgeschlagen habe, ist mir die Widmung ins Auge gestochen. Der Autor nennt in seiner Widmung eine Tracy Devine und einen Fletcher Buckley und wünscht ihnen das folgendes:

Für Tracy Devine und Fletcher Buckley,
sich in einer verrückt gewordenen Welt
gegenseitig erfrischend zurechnungsfähig halten.
Möge euer beider Leben voller guter Bücher,
guter Musik, guter Freunde und  angesichts eurer
leichtsinnigen Urlaubszielwahl 
nur voller guter Bären sein.

Ich erwähne diese Widmung hier, weil ich sie echt nett fand und mir die guten Bären in Erinnerung geblieben sind. Bären ♥

Cover

Bei diesem Buch ist mir als allererstes das Cover aufgefallen. »Der Schöpfer« ist der vierte Band aus Dean Koontz Frankenstein Reihe. Leider wurden Band 1-3 einheitlich gestaltet und Band 4 & 5 wieder anders. Ich, die ich Bücher sammel, finde so was natürlich immer sehr schade, wenn die Cover in einer Reihe dann so unterschiedlich sind. bleibt abzuwarten ob die beiden letzten Bücher evtl. noch einmal mit einem passenden Cover herauskommen.

Ich glaube die Cover von 4 & 5 wurden von dem englischen Original übernommen.

Hier mal zum Vergleich die Cover 1-3:

Das Gesicht Frankenstein 1 von Dean KoontzDie Kreatur Frankenstein 2 von Dean KoontzDer Schatten Frankenstein 3 von Dean Koontz

Cover: Heyne Verlag

Inhalt

Aber da ja die inneren Werte zählen komme ich nun mal zum Inhalt:

Band 4: Der Schöpfer spielt zwei Jahre nachdem Victor Helios, alias Dr. Frankenstein unter einer Mülldeponie sein Ende fand. Seine Geschöpfe sind vernichtet, es scheint wieder Alltag und Ruhe in das Leben von Michael und Carson eingekehrt zu sein. Sie haben New Orleans den Rücken gekehrt und haben in San Francisco eine Familie Gegründet. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter Scout und Carsons jüngerem Bruder führen sie ein fast normales Leben. Sie sind aus dem Polizeidienst ausgeschieden und arbeiten heute als Privatdetektive. Alles scheint normal, und doch sind ein Paar Details ungeklärt bis heute. Als Victor starb, sind mit ihm all seine Kreaturen gestorben. Die Replikanten. Doch ein paar wenige haben überlebt. Darunter Deucalion, Fankensteins Monster, der erste Versuch von Victor neues Leben zu kreieren.  Dessen Seele jedoch alles andere als monströs ist. Er, Carson und Michael haben zusammen an der Vernichtung von Dr. Frankenstein gearbeitet. Er ist ihr Freund geworden und er ist es auch, der eine Ahnung hat, dass Victor ein böses Vermächtnis hinterlassen hat.

Ein anderes Wesen, das Victors Tod überlebt hat ist Erica 5. Sie ist die Fünfte Ehefrau, die Victor sich in seinen Laboren gezüchtet hat. Ein perfektes Wesen um Victor zu dienen. Doch auch sie hat sich gegen Victor gewandt und ist aus New Orleans geflohen um mit Victors Geld ein neues Leben in Montana anzufangen. Als sie gerade auf dem Weg zum Bäcker ist, fährt ein Wagen an ihr vorbei und sie traut ihren Augen nicht. In dem Auto sitzt ein Mann, der sie stark an Victor erinnert. Erst denkt sie sie muss sich irren, doch Zweifel beschleichen sie und so beschließt sie in zu verfolgen.

Bald ist klar, Victor hat einen Weg gefunden um auch noch nach dem Tod seiner fleischlichen Hülle, sein grauseliges Werk vortzuführen.

Meinung

Der vierte Band beginnt mit vielen Wiederholungen aus den ersten Bänden. Deucalions Entstehungsgeschichte, wie sie Victor in New Orleans zu besiegen glaubten, und schließlich Victors neue Pläne, die doch viel von den alten in sich haben.

Im Vierten Band geht es darum, dass Victors Klon, ein Victor 2.0 so zu sagen, in Montana, in Rainbow Falls anfängt die Menschen durch Replikanten, also seine Wesen, die exakt so aussehen wie die Einwohner zu ersetzen. Sein Ziel: Die Erde an sich zu reißen.

Das kommt einem bekannt vor, denn auch in den ersten drei Bänden wurden Krankenhäuser, Regierungen und Bewohner von New Orleans ersetzt.

Mir kam es beim Lesen vor, als ob die Geschichte noch einmal neu erzählt wird, andere Stadt, etwas andere Ausgangslage, aber dennoch wieder das gleiche Ziel: Die Menschen unter Victors Herrschaft zu stellen.

Auf der einen Seite kamen mir die Wiederholungen sehr entgegen, denn wenn ich ehrlich bin wusste ich zu Beginn kaum noch worum es ging, denn ich habe die Bücher vor Jahren gelesen. Mit der Zeit kamen dann die Erinnerungen zurück und ich dachte bei mir: Das kenne ich doch. Trotzdem wurde das Buch besonders ab der Mitte dann doch spannend. Man könnte das Thema Frankenstein, als ausgelutscht bezeichnen, aber ich finde Dean Koontz Vision von Frankensteins Wesen, ziemlich gruselig und gut gemacht. Du besuchst deine Mutter und die Frau, die dir die Tür aufmacht sieht aus wie deine Mutter, sie erinnert sich an deine Kindheit, teilt deine Erinnerungen, aber irgendwas ist seltsam, man kann es nicht fassen und im ersten Moment geht das Wesen als Mensch durch. Doch etwas stimmt nicht, etwas ist anders, verändert: Sind es die Augen, die eine Spur kälter sind? Ist es das Lachen, das ein wenig aufgesetzt wirkt? Ist es der Prakmatismus, dem es an Liebenswürdigkeit mangelt? Sie verält sich wie deine Mutter und doch auch nicht. So stelle ich mir die Wesen vor. Eine fast perfekte Kopie, die jeden im ersten Moment täuschen wird. Und ich meine hey, was ist denn die alternative, zu denken die eigene Mutter wurde durch einen Klon ersetzt, ein Monster, ein Alien? Da schiebt man es villeicht eher auf einen schlechten Tag. So stelle ich mir diese Vision vor, in der die Menschen von den anderen Wesen untergraben werden.

Ich werde jedenfalls jetzt kurz vor dem Ende nicht schwächeln, sondern Band 5, das Ende der Reihe auch noch lesen.

Fazit

Für mich war das Buch so mittelmäßig spannend, mittelmäßig interessant und ich war nur mittelmäßig gefesselt. Ich denke es ist kein schlechtes Buch, aber mir hat nach Band 1-3 doch die neue Idee, die spannende Wendung gefehlt. Denn seien wir mal ehrlich, dass Frankenstein mal wieder auftaucht war ja nun keine spannende Neuigkeit sondern unvermeidlich.

Buchdetails

»Der Schöpfer« ist der 4. Band der Frankenstein-Reihe von Dean Koontz.
Band 1: »Das Gesicht«
Band 2: »Die Kreatur«
Band 3: »Der Schatten«
Band 4: »Der Schöpfer«
Band 5: »Die tote Stadtr«

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»Der Schöpfer«

Verlag: Heyne Verlag 12. März 2012
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
ISBN: 978-3-453-43568-1
Preis: 8,99€
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