Short Review: »Die Arena« von Stephen King

Die Arena von Stephen King

Inhalt

»Mit „Die Arena” legt Stephen King ein faszinierendes neues Monumentalwerk vor – seinen umfangreichsten und fesselndsten Roman seit „The Stand – Das letzte Gefecht”. Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr …«

 (Cover-, Text- und Zitatrechte: Heyne Verlage)


Meine Meinung

Mein erster Eindruck von Stephen Kings »Die Arena«  war, dass das Buch wohl ziemlich komplex wird, ziemlich spannend und umfassend und mit über 1200 auch ein ganz schöner Wälzer!

»Die Arena« habe ich wie eine Art Gedankenexperiment wahrgenommen: Was passiert mit einer Kleinstadt und den Menschen, die in ihr wohnen, wenn sie von Heute auf Morgen vom Rest der Welt abgeschottet wird?

In dem Buch geht es darum, dass über die Kleinstadt Chesters Mill eine Art „Kuppel“ herabgelassen wird. Diese Kuppel ist unsichtbar, scheint nicht stofflich zu sein, wie etwa aus Panzerglas, sondern eher eine Art Kraftfeld. Wer ihr zum ersten Mal zu nahe kommt, bekommt einen Stromschlag. Die Kuppel ist unaufhaltsam und absolut resistent gegen alle Arten von Angriffen. Sei es ein Flugzeug, dass gegen die Kuppel fliegt, Bomben, die auf sie abgeworfen werden, oder Säure, die sie wegzuätzen versucht, die Kuppel hält stand.

Eine ziemlich gruselige Vorstellung auf einmal abgeschnitten zu sein vom Rest der Welt. Es gibt nur begrenzte Lebensmittel, die Stromversorgung ist zusammengebrochen, fließend Wasser gibt es nur wenn man eine entsprechende Notstromversorgung besitzt. Der Fluss der durch die Stadt geflossen ist, staut sich an der Kuppel, die Luft wird immer schlechter, denn es gibt keine frische Luft die von außen in die Kuppel kommt., und viele weiter Probleme tun sich den Bewohnern auf.

Mich hat beeindruckt, dass Stephen King so eine Fülle von Charakteren erfunden und verflochten hat in diesem Buch. Es waren wirklich etliche aus allen Bereichen der Stadt. Der Grillkoch Dale Barbara war einer der zentralen Figuren. Er ist ein Ex-Militär und wollte  in Chesters Mill eigentlich seine Ruhe haben, bis der Sohn des Stadtverordneten auf den Plan tritt und seinen Frieden zerstört: Junior Rennie.

Der größte Unruhestifter unter der Kuppel ist wohl Junios Vater: Peter Rennie, zweiter Stadtverordneter, der aber die eigentlichen Fäden in allen Belangen der Stadt führt. Gebrauchtwarenhändler, Drogenboss, Redenschwinger und Manipulator erster Klasse.

Je länger die Menschen in Chesters Mill unter der Kuppel eingeschlossen sind, je mehr Unruhe gestiftet wird, desto mehr Panik geht durch die Reihen. Je weniger Lebensmittel vorhanden sind, je mehr Propangas verbraucht ist und je mehr das beschauliche Leben in Chesters Mill aus seinen gewohnten Bahnen kommt, desto mehr spitzt sich die Situation unter der Kuppel zu. Menschen sterben, Menschen werden krank, Menschen bringen sich um, sie unternehmen verzweifelte Versuche zu entkommen, die Kuppel zu zerstören.

Die Simpsons

Ja unverkennbar ist die Ähnlichkeit mit dem Zeichentrickfilm »Die Simpsons – Der Film«, wo es ebenfalls darum geht, dass über Springfield eine Kuppel gesetzt wird und sie gefangen sind, Chaos bricht aus. Aber was kam nun zuerst? Laut dem was ich im Internet gefunden habe, war die Premiere des Simpsons Film im Sommer 2007, das Buch »Die Arena«, im originalen »Under the Dome«, ist 2009 veröffentlicht worden. Wurde Stephen King also von den Simpsons inspiriert? :D

Fazit

Vor »Die Arena« habe ich bislang nur ein Buch von Stephen King gelesen, »Brennen muss Salem«, ein Buch über Vampire, doch »Die Arena« war ganz anders. Das Buch war wahnsinnig komplex, mit echt vielen verschiedenen Charakteren, die alle super plastisch und authentisch wirkten. Alle waren verknüpft, hatten Vorgeschichten, Erfahrungen, Erwartungen und Absichten. Ein tiefes Geflecht aus Beziehungen, Freundschaften, Feindschaften wurde gespinnt. Also ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch so komplex wird und so viele Konflikte aufgegriffen hat, die alle hätten so ablaufen können wenn Menschen eingepfercht werden: Machtbegierde, Gier, Hunger, Krankheit, psychischer Druck, Selbstmorde, das Fehlen von Medizin und Ärzten usw. also wirklich ein sehr spannendes und umfassendes Buch. Manche Stellen haben sich etwas gezogen, aber diese waren nur wenige in den über 1200 Seiten.

 

Buchdetails

Die Arena von Stephen King

 

Verlag: Heyne Verlag (13. Juni 2011)
Taschenbuch: 1.296 Seiten
ISBN: 978-3-453-43523-0
Preis: 12,99 €

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