Rezension: »Ashes – Tödliche Schatten« von Ilsa J. Bick

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Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

(Cover-, Text- und Zitatrechte: Egmont Ink Verlag)

Meine Meinung

Vor ein paar Monaten habe ich den ersten Band der Ashes Reihe gelesen: »Ashes – brennendes Herz« und ich war sehr angetan von der Idee des Buches. Vor kurzem habe ich dann zum Geburtstag den zweiten Band geschenkt bekommen und war sehr glücklich weiter lesen zu können!

Handlung

Der zweite Band knüpft recht direkt an die Handlung des ersten Teils an und löst glücklicherweise einige Cliffhanger auf, die mich am Ende des ersten Teils ganz schön Nerven gekostet haben! Doch Aufatmen ist nicht angesagt, denn wo ein Geheimnis oder eine Frage gelüftet wird, da entstehen direkt mehrere neue. Ich möchte nicht zu viel Spoilern, denn mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin mir sicher das da draußen noch mehr Menschen vor den Ashes Büchern sitzen und sich winden vor Neugierde. Der Zweite Band strotzt vor Action und ist eine wirklich schöne Fortsetzung.

Mir hat sehr gut gefallen, dass nun auch andere Handlungsstränge eingeflochten werden. Alex neue kleine „Familie“, Elli und Tom sind in alle Winde zerstreut, aber dafür lernt sie auch neue Menschen kennen, darunter Chris, Peter und Lena. Und auch ihre Geschichten werden erzählt. Die Handlung wird nicht mehr nur aus Alex Sicht erzählt, sondern auch aus anderen Blickwinkeln. Ich bin immer ein Fan davon, wenn sich Handlungsstränge trennen und wieder zusammen finden, wenn sie verstrickt und verflochten sind und ein Ende auch mal verloren geht. Und das ist in diesem Buch auf jeden Fall sehr gelungen umgesetzt worden.

Zu Beginn des Buches wird Alex Situation dargestellt, nachdem sie die Stadt Rule verlassen hat und in einen Hinterhalt geraten ist. Der Hinterhalt gestaltet sich so, dass Alex schmerzlich bewusst wird, dass außerhalb der Stadt, die Veränderten geduldet werden, quasi als Schutzzone. Kurz nach der Grenze trifft sie auf drei dieser Kreaturen, die ihr nicht grade freundlich gesonnen sind. Es kommt zu einem Kampf der für Alex leben oder tot bedeutet. Hier wird für mich deutlich, dass die Kampf-Szenen nicht so nachvollziehbar erzählt sind. Teilweise konnte ich mir, beim Lesen einfach nicht vorstellen wie die oder die Bewegung aussehen soll oder möglich wäre. Ein Beispiel ist die Stelle an der Spinne, eine der drei Jugendlichen, die Alex angreift, auf Alex los gegangen ist. Spinne hat Alex schon fast bezwungen, doch aus dem Nichts taumelt sie plötzlich zurück und Alex hat eine neue Chance zu gewinnen… So hat es sich für dargestellt: Ein ziemlich aussichtsloser Kampf für Alex und aus dem nichts schafft sie es dann doch noch was zu reißen. Es wirkt so, als ob die Autorin im letzten Moment das Ruder ja doch für Alex herum reißen musste, und die Logik etwas auf der Strecke geblieben ist. Hier hätte die Autorin vielleicht ein wenig flüssiger die Kampfszenen beschreiben können, oder die Kampfszenen etwas nachvollziehbarer oder simpler gestalten können.

Die Liebe

Die Liebe spielt natürlich auch im zweiten Band eine nicht unerhebliche Rolle. Alex, die sich in Tom verliebt hat und ihn verloren hat trauert ihm nach, hat aber kaum noch Hoffnung ihn zu finden, andererseits ist da auch Chris, der sie mit seinem atemberaubenden geheimnisvollen Geruch anzieht und zu dem sie sich immer weiter hin gezogen fühlt. Und dann ist da noch Wolf, aber kann ein Veränderter mehr als Hunger und Begehren empfinden? Ab und an habe ich mich in eine Kitschserie versetzt gefühlt mit all der Auswahl die Alex, am Ende der Welt erwartet, aber andererseits übertreibt die Autorin auch nicht. Es wirkt authentisch und ich habe mitgefiebert wie es mit ihnen weiter geht und das ist die Hauptsache!

Das Ende, so viel kann ich verraten, ist wie schon im ersten Band ein ganz schöner Cliffhanger. Es lässt einen ratlos, nachdenklich, verrückt, begeistert und furchtbar neugierig zurück und hat damit geschafft, was ein gutes Buch ausmacht: Spannung und Interesse. Ich jedenfalls freue mich schon darauf ganz bald Band 3 zu lesen.

Fazit

Trotz kleinerer Kritikpunkte, hat mir auch der zweite Band der Ashes Reihe sehr gut gefallen. Ich liebe Jugendromane voller Leben, Gefühle, Spannung und Action. Eine gelungene Dystopie und ein guter Mix aus den wichtigsten Themen. Besonders die Zombie Variante, die Frau Bick geschaffen hat, finde ich sehr spannend. Es ist mal ein ganz anderer Ansatz und beinhaltet doch das wichtigste was Zombies ausmacht: gierig, blutrünstig, gruselig und spannend. Super Buch und eine schöne Fortsetzung.

Buchdetails

Hier geht’s zur Rezension von Band 1: »Ashes – Brennendes Herz«

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Band 1:
»Ashes – Brennendes Herz«

Verlag: Egmont Ink Verlag 2011
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 978-3-86396-005-6
Preis: 19,99€
Verlagsseite →

 

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Band 1:
»Ashes – Tödliche Schatten«

Verlag: Egmont Ink Verlag 2012
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
ISBN: 978-3-86396-006-3
Preis: 19,99€
Verlagsseite →

 

 

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