Montagsfrage #21

Was war dein letzter Re-Read, bzw. welches gelesene Buch hast du zuletzt erneut gelesen?

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Re-Reads finde ich sind immer so ein Sache… Es gibt Bücher, die finde ich tatsächlich so toll, dass ich sie noch einmal lesen möchte, doch gleichzeitig steht man ja vor der Entscheidung: Ein Buch lesen, das man schon kennt, oder eine ganz neue tolle Geschichte lesen?

Meistens geht diese Entscheidung bei mir zu Gunsten des neuen Buches aus. Doch es gibt auch ein paar wenige Bücher von denen ich nicht genug bekommen kann, unter anderem »Rumo« und »13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« von Walter Moers und der 1. Teil der »Outlander«-Reihe von Diana Gabaldon.

Mein Letzter Re-Read war Anfang diesen Jahres. Ich habe »Feuer und Stein«, der besagte 1. Teil der »Outlander«-Reihe, gelesen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es die ungekürzte Neuauflage war und das ja dann schon ein bisschen geschummelt ist was „re-read“ angeht. :D

Schottland 1946: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt
und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf gleich eine Fremde, ein »Outlander«.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Knaur Verlag )

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr Fans von re-reads oder lest ihr wie ich lieber neue Geschichten? :D


Die »Montagsfrage« ist eine Aktion vom Buchfresserchen-Blog:

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Buchtipp: »Spock und ich: Mein Freund Leonard Nimoy« von William Shatner

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Heyne Verlag )

Buchtipp: Kurz und schmerzlos! 5 Aspekte, die ich zu »Spock und ich« los werden möchte!

Erster Satz: »Am Ende des zweiten Star-Trek-Films, Der Zorn des Khan, sieht die Enterprise ihrer Zerstörung entgegen.« Ha! Star Trek ist allgegenwärtig! Aber Spaß beiseite, der erste Satz sagt noch nicht so wahnsinnig viel, außer dass er rum spoilert!

Das Cover ist so großartig. Ich bin ja immer begeistert von schlichten Covern, die aber den Kern der Sache treffen. Hier zu sehen sind William Shatner und Leonard Nimoy alias Captain James T. Kirk  und Wissenschaftsoffizier Mr. Spock. Und um die beiden und ihre Star Trek Charaktere geht es ja schließlich.

Eine Serie vs. ein Universum. Ich bin ein echter Fan der Original-Serie, das heißt der ersten drei Staffeln von Star Trek, in denen Kirk und Spock das Universum erkunden, doch habe ich mich bislang nie mit dem Phänomen Star Trek beschäftigt. »Spock und ich« ist ein tolles Buch, wenn man mehr erfahren möchte wie es dazu kam, dass Star Trek so unfassbar erfolgreich wurde und 50 Jahre später immer noch wahnsinnig präsent ist, und wie sich Spocks und Kirks menschliche Gegenstücke dabei gefühlt haben. Shatner erzählt in dem Buch, dass er seine Fans einmal gefragt habe, ob sie kein Leben hätten, denn Star Trek sei ja nur eine Serie! Ich finde es Wahnsinn wie viel Begeisterung eine Serie auslösen kann!

Spock und Kirk, Kollegen und Freunde. William Shatner berichtet in seinem Buch nicht nur von Star Trek, sondern auch wie Nimoy und er Schauspieler wurden, welche Wünsche und Hoffnungen sie hatten, als sie jung waren, wie sie sich kennen lernten und wie sich aus Kollegen (die ja im Grunde in Konkurrenz standen) Freunde entwickelten. Es ist sehr rührend wie Shatner über diese lange Freundschaft schreibt. Außerdem ist es sehr spannend etwas über die Menschen hinter dem intergalaktischen Star Trek Spektakel zu erfahren. Man denkt immer über Leonard Nimoy: „Er ist Spock“, aber darüber hinaus hat er noch unfassbar viel mehr geschaffen und erreicht, anstatt sich auf dieser Rolle auszuruhen.

Nimoy ist sterblich, doch Spock ist unsterblich. Tatsächlich hat das Buch mich zum Ende hin dann auch noch ganz schön gerührt, als Shatner von seinem Streit mit Nimoy berichtet und wie er sich schließlich nicht mehr von seinem Freund verabschieden konnte. Naja, so ein Konflikt in einem Buch zu beschreiben ist natürlich eine Sache, was wirklich war eine andere. Dennoch war das Fazit, dass Nimoy und Spock sehr eng verbunden sind, doch Spock dank Nimoys großartiger schauspielerischen und kreativen Leistung unsterblich ist.


↠ Fazit: Ein großartiges Buch über ein interessantes Phänomen und einen faszinierenden Menschen!


Buchdetails

 

Verlag: Heyne Verlag (24.10.2016)
ISBN: 978-3-453-20143-9
Preis: PB 19,99 € , 304 Seiten

Homepage →

 

 

 

 

 

 

© Blutrot | Jamies Bücherblog 2017

Rezension: »Hool« von Philipp Winkler

Winkler-Hool-SU

Inhalt

Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis.

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Aufbau Verlag )

Meine Meinung

»Hool« finde ich enorm schwer einzuordnen. Ich habe nun sicher schon eine Weile über dem Buch gebrühtet und mich gefragt wie ich in Worte fassen soll, was ich zu diesem Buch denke. »Hool« fühlt sich nicht an wie eine fiktive Geschichte, sondern viel eher wie die Biografie eines jungen Mannes. Es ist sehr eingängig, sehr authentisch geschrieben.

»Manche Dinge beidhändig zu tun, ist viel respektvoller, als mit nur einer Hand. Jemandem die Hand geben, zum Beispiel.« Seite ca 1/5 tel

Heiko, Mitte 20, Hooligan

Heiko ist der Protagonist dieses Debütromans. Er ist Anfang / Mitte Zwanzig und sein Leben ist ein ganz schöner Scherbenlauf. Seine Mutter hat die Familie, ihn und seine Schwester, verlassen, sein Vater säuft. Doch Heiko ist kein Kind von Traurigkeit, er badet weder in Selbstmitleid, noch ist er melancholisch, nein Heiko hat sich selbst eine neue Familie gesucht, seine Freunde und die Gemeinschaft der Hooligans. Die Leidenschaft für den Fußball scheint vorgeschoben, denn worum es eigentlich zu gehen scheint ist den aufgestauten Frust wett zu machen, sich in der Gruppe stark und unbesiegbar zu machen. Auch der Hass auf die Braunschweiger scheint mehr Ersatz zu sein. Der erste Satz des Klappentexts lautet: „Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet“.

Der Autor Philipp Winkler Foto: © Kat Kaufmann

Philipp Winkler, Foto: © Kat Kaufmann

Die Welt, die Heiko sich aufgebaut hat, scheint auf wackeligen Beinen zu stehen, ein Übergangsmodell, das er zu lange aufrecht zu erhalten versucht. Als sein bester Freund Kai heftigst zusammen geschlagen wird und halb blind im Krankenhaus wieder aufwacht, zieht Kai den Schlussstrich. Er steigt aus, es reicht ihm. Doch für Heiko bedeutet das, dass seine Welt plötzlich nicht mehr funktioniert.

Das ist Kais ganz eigene Magie, auch wenn das Wort Magie irgendwie total gay klingt, passt aber voll. Der Typ ist ein Charismabolzen. Durch und durch. Ein arroganter Laberkopf, klar, aber halt einer mit ’nem Arsch voll Ausstrahlung.

Zwischen Hundekämfen und selbst einer gewählter Familie

Die Wohnsituation in der Heiko sich befindet ist noch mal ganz speziell. Heiko ist wegen seinem Vater von Zuhause raus, jetzt wohnt er bei einem ziemlich durchgeknallten Typ, der sein Geld mit allen möglichen illegalen Aktivitäten verdient, nicht zu letzt Tierkämpfen. An dieser Stelle ist mir kurz der Kragen geplatzt, weil Heiko einfach wegschaut wenn der seltsame Typ Tiere misshandelt. Aber gut einfach ist eben nicht immer einfach. Für Heiko ist es ein Unterschlupf und Loyalität und Zusammenhalt schreibt er groß. Heikos Geschichte ist ziemlich aufwühlend. Als Außenstehende habe ich einen Eindruck in diese Welt zwischen Hass, Wut, Loyalität, Zusammenhalt und Ersatzfamilie, der Hooligans bekommen. Wer weiß wie realistisch, aber zumindest kommt es mehr als authentisch rüber. Insbesondere die Sprache die Philipp Winkler seiner Geschichte gibt, verleiht ihr so viel Leben.

Ich kann hier mal die Hannoversche Allgemeine Zeitung zitieren, die den Stil und die Sprache dieses Buches so trifft, wie ich es auch empfunden habe: »Das ist eine poetische Sprache. Sie ist roh und zerklüftet, voller Schmutz und Scherben und Rost.«

Fazit

»Hool« wurde im Vorfeld sicherlich ziemlich hoch gehandelt und gehyped. Nun wo ich es selber gelesen habe bin auch ich sehr überzeugt. Ich kann es gar nicht so genau in Worte fassen. »Hool« ist so ein Buch, dass einen einfach durch seine einfache, authentische Geschichte in seinen Bann schlägt. Ich habe die letzten Tage ganz viel über dieses Buch nachgedacht und kann es nur weiter empfehlen.

5x

Buchdetails / Reiheninfo

Winkler-Hool-SU

 

Verlag: Aufbau Verlag (19. September 2016)
ISBN: 978-3-351-03645-4
Preis: PB 19,95 € , 310 Seiten

Homepage →

 

 

 

 

 

 

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Rezension: »Ormog« von Thomas Engel

Ormog

Inhalt

Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. 
Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?

(Cover-, Text- und Zitatrecht: Fabulus Verlag )

Meine Meinung

Buchgestaltung

High-Fantasy aus der Feder eines jungen Autoren! Ich bin auf »Ormog« aufmerksam geworden durch das tolle Cover. Es ist stilvoll und abstrakt gehalten, nur die Gestalt im weißen Umhang ist zu erkennen und lässt schon ein wenig auf Fantasy und Magie schließen. Das Buch ist sehr schön gestaltet und der orange farbige Buchschnitt ist ein echter Hingucker! (Wobei ich grade gar nicht sicher bin, ob er aktuell orange oder blau ist…)

Handlung

»Ormog« erzählt die Geschichte des weißen Magiers Ormog, der mitten im Machtkampf zwischen der guten und der bösen Seite steht und versucht die Welt vor dem Einfluss der bösen Gorguls zu retten.

Um dies zu schaffen muss er sich mit seiner übelsten Gegnerin verbünden. Einer Kämpferin der Gorgul, die abbestellt ist ihn zu töten! Doch es kommt anders als Ormog und Vatya es sich hätten Träumen lassen.

In Ormogs Welt ist Magie allgegenwärtig, doch die weißen Magier sind mittlerweile fast ausgestoßene, an ihrer statt werden die Gorgul, die schwarzen Magier immer mächtiger.

Eine spannende und fantastische Reise durch eine magische Welt. Voller Zauber, fantastischer Wesen und Konflikte.

Besonders die Kämpferin Vatya hat mir persönlich sehr gut gefallen. Sie ist schnell, clever und voller Leidenschaft für den Kampf. Insgesamt fand ich die Charaktere sehr gut gestaltet, vielfältig und spannend. Charaktere sind gut, wenn man sich in sie hineinversetzen kann, wenn sie etwas besonderes haben, etwas interessantes, das sie aus der Menge herausstehen lässt und ich finde Thomas Engel hat dies als Autor geschafft.  Seine Charaktere machen das Buch lebendig.

Zu Beginn des Buches wird man grob und unwissend in die Geschichte hinein geworfen. Doch nach und nach taucht man immer tiefer in die Geschichte ein und wird von ihr verzaubert. Mir ist aufgefallen, dass das Buch ein sehr rasantes Tempo anschlägt. Die Charaktere verharren nicht, sondern es geht immer weiter, so wurde das Buch nie langweilig, jedoch hätte ich mir an mancher Stelle ein wenig mehr Tiefgang in die magische Welt und mehr Details über die fremden Wesen gewünscht.

Fazit

Als ich das Buch im Briefkasten hatte, war ich doch sehr gespannt was sich hinter dem hübschen Cover verbirgt und wie der Stil des grade mal 16 Jahre jungen Autors ist, doch ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht wurde. »Ormog« ist einfach ein tolles und aufregendes Fantasy-Buch. Der Stil ist flüssig und die Kapitelaufteilung sehr angenehm! Klar, man findet immer das ein oder andere Detail, was man sich hätte anders gewünscht, doch hier konnte ich wirklich kein Haar in der Suppe finden, was mir den Spaß am Lesen verdorben hätte. Sicher hätte das Buch auch doppelt so dick sein können, denn es sprudelt vor kreativen Ideen, spannenden Charakteren und einer tollen Handlung!

4x

Buchdetails / Reiheninfo

Ormog_klein

 

Verlag: Fabulus Verlag (13. Juli 2016)
ISBN: 978-3-944788-30-2
Preis: PB 16,95 € , 365 Seiten

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